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Tesla: 10 Milliarden Dollar für die Sonne

Tesla: 10 Milliarden Dollar für die Sonne
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Tesla plant in Texas offenbar den nächsten Milliarden-Wurf: Südwestlich von Houston soll eine gigantische Solarfabrik für bis zu 10,1 Milliarden Dollar entstehen. Rund 9.700 Jobs, Produktionsstart 2029 – und eine entscheidende Frage bleibt offen: Sind die Panels für Dächer gedacht oder irgendwann für den Orbit?

Tesla will längst mehr sein als ein Autobauer. Mit dem intern „Project Crystal Sun“ genannten Projekt könnte Elon Musks Konzern nun einen gewaltigen Schritt zurück zu seinen Energie-Wurzeln machen – und Texas bekommt womöglich eine der größten Solarfabriken der USA.

10,1 Milliarden Dollar für die Sonne

Rund 45 Minuten südwestlich von Houston soll nach bei Texas eingereichten Unterlagen eine neue Fabrik für Solarmodule entstehen. Die Investitionssumme könnte sich auf bis zu 10,1 Milliarden Dollar belaufen. Tesla hat dafür staatliche Steuervergünstigungen beantragt und macht gleichzeitig deutlich, dass Texas nicht alternativlos ist: Nach Unternehmensangaben werden auch Standorte in mehreren anderen US-Bundesstaaten geprüft. Das Werk soll rund 9.700 Vollzeitarbeitsplätze schaffen. Ohne Vergünstigungen rechnen Teslas Finanzplaner laut den Unterlagen über einen Zeitraum von 37 Jahren mit einer Grundsteuerbelastung von rund 1,1 Milliarden Dollar.

Baustart 2026, Solarstrom ab 2029

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen und 2028 abgeschlossen sein. Die ersten Solarmodule könnten dann 2029 vom Band rollen. Wie groß die jährliche Produktion des neuen Werks tatsächlich werden soll, verrät Tesla in den öffentlich zugänglichen Unterlagen allerdings nicht. An Ambitionen mangelt es nicht: Das Unternehmen hat angekündigt, bis 2028 in den USA Fertigungskapazitäten für Solarprodukte im Umfang von 100 Gigawatt aufbauen zu wollen.

Dach oder doch Weltraum?

Eine andere Frage macht Project Crystal Sun besonders spannend: Wo sollen all diese Solarmodule am Ende landen? Tesla hat bislang nicht erklärt, ob die Produktion ausschließlich für klassische Anlagen auf der Erde gedacht ist. Das wäre normalerweise kaum erwähnenswert – gäbe es da nicht Elon Musk. Der Tesla-Chef führt gleichzeitig SpaceX und treibt die Idee orbitaler Rechenzentren voran. Solche Datenzentren im All würden eine enorme und dauerhafte Energieversorgung benötigen. Ob Crystal Sun damit etwas zu tun hat, geht aus den Unterlagen allerdings nicht hervor. Bis Tesla mehr verrät, bleibt das Zukunftsmusik – bei Musk allerdings eine, die man besser nicht vorschnell als Science-Fiction abtut.

Günther Suchy

Head of Digital Editorial

Günther Suchy ist bei Business Punk Head of Digital Editorial. Daneben ist der promovierte Volkswirt Professor für Kommunikation und Journalismus an der Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Campus Ravensburg – also einer, der die Medienwelt nicht nur lehrt, sondern lebt. Als gelernter Redakteur kennt er den Journalismus und die digitalen Medien jenseits des Elfenbeinturms: An der DHBW Ravensburg leitet das Hochschulradio „Das kleine U-Boot“, baut crossmediale Ausbildungs- und Produktionsformate auf und hält dabei immer den Finger am Puls der Branche. Bevor er an die staatliche Hochschule nach Ravensburg kam, war Suchy unter anderem in der Unternehmenskommunikation von MAN und in leitenden Funktionen digitaler Medienprojekte tätig – sowie als Online-Redaktionsleiter der Automotive-Formate bei Motorvision (DSF). Seine Lehr- und Forschungsprojekte bringen ihn immer wieder an Universitäten und Hochschulen in aller Welt, u.a. nach Shanghai/China, Chile oder Marrakesh/Marokko. Im Königreich Bhutan lehrte er 2024 und 2025 am Royal Thimpu College und gab Seminare am Nationalen Olympischen Komitee zum Thema „Nachhaltigkeitskommunikation im Sport“. An der Universität Durban in Südafrika unterrichtet er regelmäßig das Thema "Green Startups" und vermittelt in Praxis-Workshops Know-how zu innovativen Gründerthemen. Zwischen Subkultur, Startup-Mindset und System fühlt er sich zu Hause – und genau aus dieser Perspektive schreibt er für Business Punk.