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vGreens und die Zukunft der Lebensmittelbranche

vGreens und die Zukunft der Lebensmittelbranche
vGreens
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Aktualisiert
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Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein Thema, das uns alle betrifft. Auch die Startup-Szene nimmt sich deshalb vermehrt der Entwicklung nachhaltiger Produkte und Technologien an. Das Startup vGreens ist ein Teil davon – und prägt mit seinem Konzept die Zukunft der Lebensmittelbranche.

Heute werden immer mehr grüne Startups gegründet. Laut Daten des aktuellen Green Startup Monitor 2022 bezeichnen sich 35 Prozent der deutschen Startups als grün. Diese Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an – 2019 lag der Anteil der sogenannten Green-Startups in Deutschland noch bei nur 21 Prozent.

Gleichzeitig ordnen sich zahlreiche junge Teams der Unterstützung von Nachhaltigkeit zu, wenngleich sie sich nicht als Green-Startups bezeichnen. Denn insgesamt zählen sich 46 Prozent der jungen Unternehmen zur Green Economy. Außerdem sind es fast acht von zehn Startups, die laut dem Green Startup Monitor 2022 ihre Unternehmensstrategie so ausrichten, dass sie eine positive gesellschaftliche und ökologische Wirkung erzielen. Sustainability ist innerhalb der Startup-Szene also ein klarer Fokus vieler junger Gründerinnen und Gründer und ist auch eines der wichtigsten Trend-Themen für das Ökosystem im kommenden Jahr 2024.

Fast ein Drittel aller Green-Startups verfolgen dabei ein hybrides Geschäftsmodell, das sich um die Technologieentwicklung und -produktion dreht. Hier findet sich auch Food Tech wieder – eine Branche, die die Lebensmittelindustrie mit der Technologiebranche vereint und sich dabei insbesondere eine Verbesserung der Nachhaltigkeit zum Ziel setzt. Dabei geht es nicht immer um Lebensmittelinnovationen, sondern um eine Verbesserung der gesamten Produktionskette, vom Anbau bis zum Konsum.

Und das ist auch bitter nötig: Schätzungen zufolge sind die globalen Lebensmittelsysteme für 30 Prozent der menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hier besteht definitiv Handlungsbedarf, auch hinsichtlich anderer Faktoren wie logistischer Herausforderungen und dem zunehmenden Trend der Urbanisierung. Genau deshalb widmen sich viele junge Gründerinnen und Gründer der Revolution der Lebensmittelbranche – so auch das Team hinter dem Startup vGreens.

vGreens erfindet keine neuen Lebensmittel, sie befassen sich nicht mit Themen wie Cultured Meat, sondern mit einem Lieblingsobst der Deutschen: Erdbeeren. vGreens baut datengetrieben Erdbeeren an, doch nicht klassisch auf einem Feld in der Erde, sondern in der Höhe – Vertical Farming ist hier das Stichwort. Dabei werden die Erdbeerpflanzen vertikal in einer Hydrokultur kultiviert, bei der die Wurzeln in einer Nährlösung statt in herkömmlicher Erde liegen.

Im Mittelpunkt des vGreens-Konzepts steht dabei eine KI-gesteuerte Software. “Unser Algorithmus kombiniert das Pflanzenwachstum mit der Nutzung erneuerbarer Energien und intelligentem Energiemanagement und optimiert alle zusammenspielenden Faktoren”, so beschreibt Dr. Maximilian Hartmann, Co-Founder und CFO von vGreens, die KI-Software. “Der Algorithmus integriert damit die Bedürfnisse der Pflanzen in den jeweiligen Wachstumsphasen und berücksichtigt dabei Aspekte wie Lichtintensität, Umweltbedingungen und CO2-Konzentration.” Sogar die Ernte wird in der vGreens-Produktion am Ende automatisiert durch eine Reifegraderkennung erfolgen.

vGreens macht also mehr als nur einfachen Pflanzenanbau. Das Startup betrachtet die automatisierten Farmen als virtuelle Batterie, die dynamisch auf die aktuell verfügbare Energie auf dem Strommarkt reagieren. Diese innovative Herangehensweise bietet eine Alternative zu physischen Energiespeichersystemen und passt sich unmittelbar an Energiefluktuationen an. Die virtuelle Batterie kann als Analogie zu aufziehenden Wolken über den Feldern in der konventionellen Landwirtschaft gesehen werden. Bei hohen Strompreisen wird eine virtuelle Wolke simuliert und somit weniger Strom verbraucht. Durch den geschickten Einsatz der virtuellen Batterie können die Energiekosten der Vertical Farm um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. “So kann der Energieverbrauch flexibel gesteuert werden, um kontinuierlich kosteneffiziente, umweltfreundliche Lebensmittel herzustellen und gleichzeitig das Netz stabil zu halten”, so Dr. Maximilian Hartmann von vGreens.

Diese Herangehensweise und das datengetriebene Konzept von vGreens bieten zahlreiche Vorteile. Im Vergleich zu herkömmlichen Anbaumethoden wird 99 Prozent weniger Land benötigt. Der Wasserverbrauch reduziert sich um beeindruckende 95 Prozent, während der Bedarf an Düngemitteln ebenfalls sinkt. Die umweltfreundliche Praxis schließt außerdem den vollständigen Verzicht auf Pestizide ein, was nicht nur zu einer gesteigerten Lebensmittelqualität führt, sondern auch zu einem gesünderen Ernährungssystem. Gleichzeitig wird der CO2-Fußabdruck der Erdbeerproduktion minimiert. Die Fähigkeit zum urbanen Pflanzenanbau in Hallen gewinnt vor dem Hintergrund des zunehmenden Urbanisierungsgrades an Bedeutung.

“Vertical Farming und vGreens sind die Zukunft der Lebensmittelproduktion”, so Carsten Puschmann, CEO und Co-Founder des Venture Builders Scale Now. “Wir von der Scale Now haben das erkannt und sind als Venture Builder Teil der spannenden Reise von vGreens. Wir wollen langfristig expandieren und gemeinsam den globalen Erdbeermarkt erobern – nicht nur mit Erdbeeren, sondern in Zukunft auch mit anderen Kulturen.”

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