Work & Winning Arbeitsmarkt im Wandel: Atypische Jobs auf dem Rückzug

Arbeitsmarkt im Wandel: Atypische Jobs auf dem Rückzug

Diese Entwicklung spiegelt einen tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt wider. Normalbeschäftigung – also unbefristete, sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten mit mehr als 20 Wochenstunden außerhalb der Leih- oder Zeitarbeit – gewinnt wieder an Bedeutung.

Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes steht an einem Scheideweg. Gelingt die industrielle Transformation, dürfte sich der Trend zu mehr Normalbeschäftigung weiter verstärken. Fachkräfte werden dann noch begehrter, was die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer stärkt und atypische Beschäftigungsformen weiter zurückdrängen könnte.

Entscheidend wird sein, ob dieser Wandel alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen erfasst. Die anhaltenden Geschlechterunterschiede deuten darauf hin, dass strukturelle Barrieren weiterhin bestehen. Familiäre Verpflichtungen, unzureichende Betreuungsangebote und tradierte Rollenbilder beeinflussen nach wie vor die Beschäftigungsformen von Frauen.

Die Arbeitswelt von morgen wird sich daran messen lassen müssen, ob sie nicht nur mehr Normalbeschäftigung schafft, sondern diese auch gerechter verteilt. Der Rückgang atypischer Beschäftigung ist ein positives Signal – aber erst der Anfang einer umfassenden Transformation des Arbeitsmarktes.

Quelle: WirtschaftsWoche

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