Work & Winning Du willst erfolgreich sein? Dann streiche diese Sätze aus deinem Mindset

Du willst erfolgreich sein? Dann streiche diese Sätze aus deinem Mindset

Ein Gastbeitrag von André Häusling, Gründer und CEO von HR Pioneers

Nicht nur die Menschen im Unternehmen haben eine Psyche, sondern auch das Unternehmen selbst. Denn in jeder Organisation existieren kulturelle Grundüberzeugungen, die stark, aber in der Regel unbewusst, in ihrem Gedächtnis abgespeichert sind. Die damit verbundenen Glaubenssätze wirken unmerklich auf das Denken und Handeln der Menschen ein und können ebenso positive wie auch negative Auswirkungen haben.

Förderliche Überzeugungen können etwa sein: „Das bekommen wir schon hin“ oder „Wir sind als Team unschlagbar“. Je mehr dieser positiven Gedanken kollektiv verankert sind, desto optimistischer, energetischer und tatkräftiger ist das Unternehmen – und desto erfolgreicher.

Auf der anderen Seite lauern allerdings auch hinderliche Glaubenssätze, die die Schlagkraft der Organisation erheblich torpedieren. Dazu gehören Sätze wie: „Unsere Projekte gehen grundsätzlich alle schief“ oder „Auf Dauer haben wir gegen die Konkurrenz keine Chance“. Überwiegen diese und ähnliche tief verwurzelte Grundanschauungen, ist der Organisationsenthusiasmus im Keller und kann nur schwer wieder reaktiviert werden.

Neben diesen globalen Glaubenssätzen, die mehr oder minder direkt den möglichen Erfolg des großen Ganzen negativ beeinflussen, existieren aber noch andere, die mit einem zersetzenden Grundcharakter Sand ins Getriebe der Organisation streuen. Dazu gehören auch die, die zwar humorig klingen, aber auf tatsächlichen Problemen basieren und in Form von Galgenhumor die Frustration weiter vertiefen:

Der Fluch negativer Glaubenssätze – es führt kein leichter Weg heraus

Das Problem all dieser Formen des kollektiven Pessimismus ist, dass er in der Regel gelernt ist und auf negativen Erfahrungen beruht, die sich in einem Teufelskreis von Misserfolg, Entmutigung, mehr Misserfolg, noch mehr Entmutigung etc. manifestieren. Möglich ist auch, dass starke Schlüsselfiguren mit hohem formellen oder informellen Einfluss diese lähmenden Sätze gebetsmühlenartig wiederholen und so das Klima schleichend vergiften.

Ist es erst einmal so weit gekommen, führt allein mit aufmunternden Worten keinen Weg mehr aus der Spirale heraus. Man muss Schritt für Schritt von kleineren Erfolgserlebnissen zu größeren kommen, um die Mutlosigkeit langsam und buchstäblich wieder zu verlernen und die überlebenswichtige Selbstwirksamkeitsüberzeugung der Organisation zurückzuerobern.    

Der Weg zu endlich mehr Selbstwirksamkeit und ungeahnter Produktivität im Unternehmen besteht im Implementieren einer neuen Führungskultur, die in den schlimmsten Fällen nicht ohne den Austausch von Führungsfiguren auskommen wird. Erst wenn spürbare Offenheit und belastbares Vertrauen in die Mitarbeitenden vorhanden sind, können Gestaltungsspielräume wachsen, die Menschen und Teams empowern und die Produktivität explodieren lassen.

Agilität und intelligente New Work haben dieses Vermögen quasi eingebaut, können das Eisen aber auch nicht über Nacht aus dem Feuer reißen. Der erste Schritt muss immer sein, das Problem zu identifizieren, der zweite das Eingeständnis der eigenen Verantwortung. Erst danach können im dritten Schritt wohlüberlegte Lösungen in Angriff genommen und in eine neue, erfolgreiche Kultur überführt werden.        

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