Work & Winning Inside Northvolt: Chaos beim Batteriehersteller, in den Habeck 600 Millionen investierte

Inside Northvolt: Chaos beim Batteriehersteller, in den Habeck 600 Millionen investierte

Northvolt nimmt zu den Einschätzungen keine Stellung. Unterm Strich bleibt der Eindruck eines Unternehmens, dass sich wegen seines rasanten Wachstums total verzettelt hatte. Spätestens im Sommer 2024 wurde die heikle Lage der Schweden weltweit sichtbar, als der deutsche Autohersteller BMW einen Zwei-Milliarden-Dollar-Auftrag bei Northvolt überraschend kündigte, angeblich weil es immer wieder zu Liefer- und Qualitätsproblemen gekommen war. Northvolt tauschte später die Führungsspitze aus. Habeck allerdings reagierte auch darauf nicht. 

Gewinne haben die Schweden niemals in ihrer kurzen Firmengeschichte erzielt. Die Ausgaben sind um ein Vielfaches höher als die Einnahmen. Pro Woche braucht das Unternehmen nach eigenen Angaben etwa 30 Millionen US-Dollar. Das geht aus den Unterlagen hervor, die Northvolts Anwälte an das Insolvenzgericht geschickt haben. Rund anderthalb Milliarden Dollar sind demnach im Jahr von Investoren und Institutionen nötig, allein um Northvolt am Leben zu erhalten. Ein Problem? Ein Sprecher Habecks sieht das so: „Dass junge Unternehmen, die große Produktion aufbauen, in Anfangsjahren keine Gewinne machen, sondern Verluste, ist keine Seltenheit und nicht überraschend. Am Anfang stehen riesige Investitionen, gerade auch in der Batteriezellfertigung. Das ist ja genau der Grund dafür, solche Unternehmen in dieser Phase zu unterstützen.“ 

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