Work & Winning Sicherheitspanne im Pentagon: Journalist landete in streng geheimem Militär-Chat

Sicherheitspanne im Pentagon: Journalist landete in streng geheimem Militär-Chat

Widersprüchliche Reaktionen aus dem Weißen Haus

Die Reaktionen aus dem Regierungslager fallen bemerkenswert unterschiedlich aus. Verteidigungsminister Hegseth bestritt den Bericht vehement: „Niemand hat Kriegspläne getextet“, erklärte er Reportern in Hawaii und bezeichnete Goldberg als „betrügerischen und diskreditierten sogenannten Journalisten“.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Brian Hughes, bestätigte hingegen die Authentizität des Chatverlaufs und kündigte eine interne Untersuchung an. In einem bemerkenswerten Versuch der Schadensbegrenzung deutete er den Vorfall sogar positiv um: Der Austausch sei ein „Beleg für die intensive und durchdachte politische Koordinierung zwischen hochrangigen Regierungsvertretern“.

Präsident Trump selbst behauptete auf Nachfrage: „Ich weiß nichts darüber. Ich bin kein großer Fan von The Atlantic. Sie erzählen mir zum ersten Mal davon.“

Massive Kritik aus beiden politischen Lagern

Die Enthüllung löste parteiübergreifend scharfe Kritik aus. Ex-Außenministerin Hillary Clinton kommentierte den Artikel mit den Worten: „Das muss ein Witz sein“ – eine Anspielung auf Trumps frühere Attacken wegen ihrer privaten E-Mail-Nutzung.

Der demokratische Senator Chuck Schumer bezeichnete den Vorfall als „einen der krassesten Verstöße gegen die militärische Geheimhaltung“ und forderte eine umfassende Untersuchung. Sein Parteikollege Seth Moulton warnte: „Diese Inkompetenz ist so schwerwiegend, dass sie den Tod von Amerikanern zur Folge hätte haben können.“

Selbst aus republikanischen Reihen kam heftige Kritik. Der Abgeordnete Don Beyer forderte: „Es müssen Köpfe rollen.“ Mike Johnson, zweithöchster Republikaner nach Trump, räumte ein, dass die Chat-Gruppe ein „Fehler“ gewesen sei.

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