Work & Winning Weniger arbeiten, mehr leben: So funktioniert Downshifting wirklich

Weniger arbeiten, mehr leben: So funktioniert Downshifting wirklich

Die Schattenseiten des entschleunigten Lebens

Neben den offensichtlichen finanziellen Einbußen bringt Downshifting weitere Herausforderungen mit sich. Der reduzierte Lebensstandard kann anfangs frustrieren – weniger Restaurantbesuche, eingeschränkte Urlaubsmöglichkeiten oder der Verzicht auf größere Anschaffungen verlangen eine mentale Umstellung. Langfristig wirkt sich die Entscheidung zudem auf die Altersvorsorge aus. Eine niedrigere Rente ist der Preis für mehr Freizeit in der Gegenwart.

Downshifting wird in einer zunehmend erschöpften Arbeitswelt weiter an Bedeutung gewinnen. Die Pandemie hat vielen Menschen die Fragilität des klassischen Karrieremodells vor Augen geführt und Fragen nach dem wirklich Wichtigen im Leben aufgeworfen. Gleichzeitig entwickeln sich neue Hybridformen: Teilzeitmodelle mit flexiblen Arbeitszeiten, projektbasierte Beschäftigung oder ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen es, berufliche Ambitionen mit persönlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Die eigentliche Revolution liegt jedoch nicht im individuellen Downshifting, sondern in der systemischen Veränderung unserer Arbeitswelt. Erst wenn kürzere Arbeitszeiten bei fairer Entlohnung zum Standard werden, kann das Versprechen von mehr Lebensqualität für alle Realität werden – unabhängig vom sozialen Status. Bis dahin bleibt Downshifting das, was es ist: eine privilegierte Option für diejenigen, die es sich leisten können, einen Gang zurückzuschalten.

Quelle: Utopia

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