Safety first: Eine niederländische Kleinstadt testet extra Ampelanzeigen für Smombies

Ganz Europa ist von Offline-Menschen besetzt. Ganz Europa? Nein: Ein von immer mehr im Trend liegenden Smombies bevölkertes Dorf in den Niederlanden hört nicht auf, der Offline-Welt Widerstand zu leisten. 

Das Dorf heißt Bodegraven, liegt in der Provinz Südholland und zählt knapp 18.000 Einwohner. Klassischer Ort, wo man mal zum Tanken anhalten kann – vielleicht gibt es ja noch eine nette Fast-Food-Filiale in der Ortschaft. Und doch sind zurzeit viele Augen auf das verschlafene Städtchen gerichtet. Grund dafür ist ein Test der Gemeinde Bodegraven-Reeuwijk, ob Smombies mit zusätzlichen Ampelanzeigen auf dem Boden sicherer im Straßenverkehr unterwegs sind.

Von vielen Seiten wird kritisiert, dass die Lichter ein falsches Signal aussenden würden und die Fußgänger sich mehr auf den Verkehr und sich nicht auf ihr Handy konzentrieren sollen. Aber kann man die Bildschirmsucht überhaupt noch aufhalten?

Ich zumindest halte das Konzept für sinnvoll und an heutige (und zukünftige) Gegebenheiten angepasst. Es wurde damit ja auch reichlich rumprobiert – beispielsweise in Augsburg oder Melbourne, als das Thema Pokémon Go die Runde machte. Vielleicht wird die Installation in Bodegraven auch großflächig eingesetzt und bleibt nicht nur ein nächstes Pilotprojekt. 


Markus Sekulla

Markus Sekulla ist freiberuflicher Unternehmensberater im Bereich Kreative/Digitale Kommunikation. Er befasst sich in der nicht immer klar zu trennenden Frei-und Arbeitszeit am liebsten mit New Work, Trends, digitalen Kampagnen und kreativen Ideen.

Zum Autor

Das können wir Dir auch empfehlen