Productivity & New Work Lieferroboter: Domino’s testet autonomen Lieferdienst

Lieferroboter: Domino’s testet autonomen Lieferdienst

Was staunte und lamentierte die Welt, als Amazon 2013 verkündete, Lieferungen in Zukunft per Drohne zu versenden. Während Tech-Begeisterte feierten, kam von Kulturpessimisten die übliche dystopisch anmutende Kritik: Was da los wäre im Luftraum, wenn jeder einfach herumfliegen könnte, ob das denn nicht gefährlich sei. Ganze Gesetzeskataloge müssten angepasst werden und überhaupt: Was würden dann all die Fahrer, Boten und Kuriere tun, die ihren Job verlieren?

Einige Jahre später hat Amazon zwar schon erfolgreich Drohnenflüge absolviert, doch aktuell fliegen noch keine Lieferungen über unsere Köpfe hinweg. Etwas anders sieht es da vielleicht schon bald in Hamburg aus: Hier will der Bringdienst Domino’s voll automatisiert seine Pizzen nach Hause bringen – per Lieferroboter.

Pizzalieferant und Hightech – auf den ersten Blick nicht das natürlichste Begriffspaar. Doch wenn es um autonomes Fahren geht, werden gerade große Lieferdienste hellhörig. Zwar dümpelt das Gefährt mit Schrittgeschwindigkeit durch die Gassen – doch zumindest Staus dürften den kleinen, dreiachsigen Lieferkisten herzlich egal sein.

Oft tüfteln große Lieferunternehmen selbst an solchen Technologien. Domino’s unterhält mit Domino’s Robotic Unit sogar eine eigene Abteilung, die sich mit automatisierten Prozessen beschäftigt und testet nun die von Starship Technologies entwickelte Robotertechnologie. Auch andere Lieferdienste wie Hermes oder Just Eat kooperieren bereits mit dem von Skype-Erfinder Ahti Heinla gegründeten Unternehmen.

Wenn die Behörden mitspielen, soll es bereits im Juni losgehen und kleine, herrenlose Lieferkisten könnten sich dann den Stadtverkehr mischen. Dabei sollen Sensoren helfen, sich im Verkehr zurechtzufinden und Personen oder Hindernisse zu erkennen.

Blöd nur: Verkatert in Unterhosen zur Tür zu schlurfen wird dann nicht mehr möglich sein, denn das Treppensteigen haben die selbstfahrenden Roboter noch nicht gelernt. Stattdessen warten sie brav unten vor der Tür und informieren den Kunden fast altmodisch per SMS, dass die Pizza nun abgeholt werden möchte.

Dass die Lieferroboter eine Zeitenwende im täglichen Geschäft einläuten, ist eher fraglich: Aktuell ist die Kampagne wohl eher ein PR-Stunt als Fortschritt. Apropos Fortschritt: Amazon Air startet gerade den Regelbetrieb in der Luft – inklusive sechs Drohnen.

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