Undercover: Mit dieser Software spionierte Uber seinen Konkurrenten Lyft aus

Eine weitere schlechte Nachricht für Uber: Wie mehrere US-Medien berichteten, nutzte das Unternehmen offenbar eine geheime Software um den Konkurrenten Lyft auszuspionieren. Konkret soll die Software mit dem Namen „Hell“ zwischen 2014 und 2016 im Einsatz gewesen sein und dazu gedient haben, herauszufinden wie viele Lyft-Fahrer sich in einem bestimmten Umkreis aufhalten, was sie für eine Fahrt verlangen und wer von ihnen ebenso für Uber arbeitet. Der Name der Software ist als Gegenpart zu “God View“ zu verstehen, ein anderes Tracking-Tool von Uber, mit dessen Hilfe potenzielle Kunden in der Umgebung lokalisiert werden können.

Ein weiterer ungewollter Anti-Charme-Beitrag 

Das Ausspähen der Konkurrenz ist ja bei Weitem nicht die einzige Anti-Charme-Offensive des Unternehmens. Wir erinnern uns zum Beispiel an das Video, in dem CEO Travis Kalanick einen Uber-Fahrer zusammenfaltet, weil dieser Kalanick mit dem Vorwurf konfrontiert, Uber trage den Preiskampf mit Konkurrenten auf dem Rücken der Fahrer aus. Oder an die vielen Vorwürfe von sexueller Belästigung auf der Manager-Ebene. Auch steht die Unternehmenskultur generell seit Längerem in der Kritik – so schadeten jüngst auch Sexismusvorwürfe dem Image des Unternehmens.

Das veranlasste PR-Chefin Rachel Whetstone erst kürzlich dazu, sich vom Unternehmen zu trennen, vor allem wegen persönlicher Differenzen mit Kalanick, heißt es. Im vergangenen Jahr wurde außerdem bekannt, dass Mitarbeiter die erwähnte God View Software missbrauchten, um etwa Ex-Freundinnen zu stalken oder herauszufinden, wo die ganzen VIPs wie Beyoncé denn alle so hinfahren.


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