Spotify und co.: Europäische Tech-Lobby wirft Google und Apple Missbrauch vor

Die CEO’s führender europäischer Tech-Firmen haben sich zu einer Tech-Lobby zusammengeschlossen und beschweren sich in einem Brief an  EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker über die Netzgiganten „Apple“ und „Google“. Darüber hatte die Financial Times erstmals berichtet.

Die Kritik: Sie würden ihre Macht als größte Gateways für die Erreichbarkeit von Apps ausnutzen und in ihren Appstores die eigenen Produkte promoten. Dadurch würden sie mehr und mehr als Gatekeeper agieren, indem sie beispielsweise den Zugang zu Nutzerdaten einschränken oder Suchergebnisse zugunsten eigener Services manipulieren. Konkret geht es dabei um die Dominanz im Appstore- und Mobile-Sektor, wovon die beiden Sillicon-Valley-Riesen mehr als 90 Prozent kontrollieren.

„Non-Discrimination, Transparency, Consumer Choice“

Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von den „Spotify“-, „Deezer“- und „Rocket Internet“-Chefs. Die nennen „Apple“ und „Google“ zwar nicht explizit, doch ist einigermaßen klar, wer mit „Major online platforms“ gemeint ist. Die CEO’s fordern nun von der EU Regulierungen, die den eigentlichen Gateways einen nicht diskriminatorischen und transparenten Service abverlangen, bei dem Kunden freie Entscheidungen treffen können. Im Wortlaut: „based on non-controversial principles like non-discrimination, transparency, consumer choice and interoperability.“

 


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