Diese Bewerbung beruht auf einer Schnapsidee – und ist grandios

„Mit großem Interesse habe ich gelesen, dass…“, gähn, abgelehnt. Personaler müssen ihre Jobs wirklich lieben, wenn man die Mengen an Bewerbungen betrachtet, die sofort in die Ablage für „völlig austauschbar“, „copy-paste“ oder „boring as hell“ wandern. Oder am besten gleich in den Papierkorb. Doch manchmal gibt es sie, die schimmernden Sterne am Horizont des nervenzehrenden Bewerbungsprozesses, die wirklich kreativen Entrys, von denen man meinen sollte, sie wären gerade im Kreativ-Business zahlreich.

Eine Bewerbung, die definitiv in die Kategorie „eingestellt!“ gehören sollte, ist die der Art Direktorin Jessica Stahl, die ganz ohne Anschreiben auskommt. Die Amerikanerin, die gerade nach Amsterdam gezogen und auf Jobsuche ist, stellt auf ihrer Seite eine Variation verschiedener Bloody-Mary-Mixes vor, die thematisch an die Agenturen angelehnt sind, für die sie sich interessiert. Die Serie von „delicious, agency-inspired bloody marys“ reicht vom kräftig roten „Hangover Hero“, der deinen Hangover zerstört und deine Kreativität rettet (für Super Heroes), über einen giftig grünen „Eyes Wied Open“, der „so fresh“ ist, dass er dich in Nullkommanichts wieder fit bekommt (für Wieden + Kennedy) bis hin zum tief schwarzen „Anom-Alary“, der Normen und Perspektiven völlig infrage stellt (für Anomaly).

Am Ende steht der dezente Aufruf: „Ihr wollt selbst einen „Bloody Creative“? Kein Problem, ladet mich einfach zum Interview ein.“ Bei Festanstellung gibt es sogar eine freitägliche Custom-Hangover-Behandlung.

 


Business Punk Redaktion

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