Zauberformel: Dieses Startup verspricht Marken virale Hits auf Facebook

Die Währung unserer Zeit? Wie wäre es mit: Aufmerksamkeit. In Zeiten beschleunigter Kommunikations- und Informationsströme befinden wir uns ständig im Zustand akuter Beschäftigung – meistens auch Ablenkung.

Für Unternehmen wird es daher immer schwieriger, ihre Botschaften in unsere schrumpfenden Aufmerksamkeitsintervalle zu verfrachten. Sie feilen deshalb mit großer Akribie mit ausgefallenen Social Media-Strategien permanent an ihrer Reichweiten- und Engagement-Performance. Wovon alle träumen? Von einem weiten Wurf – von einem viralen Hit, der die eigene Kampagne wie ein Lauffeuer im digitalen Raum verbreitet.

Und genau an dieser Stelle kommt das Berliner Startup “Stoyo“ ins Spiel. Das Unternehmen von Patrick Bales verspricht Marken virales Marketing und nichts weniger als die Produktion von viralen Hits am laufenden Band. Wie das gehen soll? “Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der wir komplett datengetrieben Themen identifizieren können, die für eine bestimmte Zielgruppe sehr Engagement-stark sind“, erzählt der 27-Jährige bei einem Treffen auf der Digital-Konferenz DMEXCO Anfang September in Köln. Wie diese Technologie genau funktioniert, erzählt der Gründer und CEO natürlich nicht. Aber “Stoyo“ ist gerade der heiße Scheiß, wenn es um die Erzeugung von organischer Reichweite auf Facebook geht.

virales Marketing: Stoyo CEO
Viel unterwegs: “Stoyo“-Gründer und CEO Patrick Bales.

Gegründet wurde das Startup Anfang 2016. Die Motivation hinter der Unternehmensgründung: Wie erzeugt man systematisch virale Hits? Bales und Co. scheinen die Zauberformel gefunden zu haben, denn heute zählen Marken von Übersee wie “National Geographic“ oder hierzulande die “Telekom“ zum hauseigenen Kundenstamm.

Am Anfang bot “Stoyo“ seine Dienste Medienmarken an. Nachdem das Startup aber ein Video auf Facebook zu einem Produkt (siehe nachfolgendes Video) veröffentlichte und dieses danach wochenlang aufgrund des großen Engagements ausverkauft war, ging Patrick Bales auch auf Unternehmen zu.

Ein anderer, später für Tom Tailor produzierter Facebook-Spot generierte ebenfalls eine beachtliche Reichweite: 2.5 Millionen Views:

Grundsätzlich arbeitet das Startup ähnlich wie eine Kreativagentur und andere Unternehmen, die virales Marketing betreiben, so Bales. Der Unterschied: “Wir garantieren, dass der Spot auf Facebook eine Millionen organische Views bekommt. Diese Garantie ist weltweit einzigartig.“ Wie “Stoyo“ das genau hinbekommt, bleibt unklar. Nur so viel von Unternehmensseite: „Wir nutzen einen besonderen Kreativprozess: eine datengetriebene Konzeption, basierend auf den Engagement-stärksten Themen in den sozialen Netzwerken, und eine innovative Produktion samt iterativem A/B-Testing.“ Nach eigener Aussage konnte das Startup so in den ersten zwei Jahren über 10 Milliarden Video-Views erzielen. Für Online Marketing Performance Manager klingt das wie Musik in den Ohren.


René Krempin

René hat irgendwas mit digitalen Medien studiert, sollte also für die Zukunft bestens gewappnet sein. Nach mehreren anderweitigen, aber misslungenen Berufsorientierungen musste er endgültig einsehen: Journalismus ist und bleibt leider geil. In seiner Freizeit verbringt er am liebsten jede Minute auf dem Bolzplatz.

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