Productivity & New Work Schnitzeljagd für Hacker – 100K Preisgeld für Knacken von Krypto-Wallet

Schnitzeljagd für Hacker – 100K Preisgeld für Knacken von Krypto-Wallet

Die Welt der Kryptowährungen gleicht momentan noch dem Wilden Westen: Außenseiter, die durch emsiges Schürfen reich geworden sind, weitgehende Gesetzlosigkeit und Glücksritter, die trotz richtigem Riecher verarmt wieder zu Hause landen. Dazu passt es nur zu gut, dass John McAfee, der Gründer der gleichnamigen Antivirensoftware McAfee, jetzt ein Kopfgeld ausgeschrieben hat. Aber nicht auf Bitcoin and Clyde, sondern auf das Knacken seines laut Eigenangabe unhackbaren Wallets Bitfi.

McAfee – Springinsfeld per excellence

John McAfee ist selbst für die schrulligen bis größenwahnsinnigen Gestalten des Silicon Valley eine Besonderheit. Er entwickelte das Virenschutzprogramm McAfee, als sein eigener PC vom ersten Computervirus (c)Brain befallen wurde. Später verkaufte er das Unternehmen, verlor jedoch fast sein ganzes Vermögen im US-Immobiliencrash. Er wanderte nach Belize aus, wurde von der dortigen Polizei wegen angeblichem Waffen- und Drogenbesitzes verfolgt, weswegen er untertauchte und schließlich in Guatemala Asyl beantragte. Von dort in die USA ausgewiesen wollte er sich als Kandidat der libertären Partei auf die Präsidentschaft bewerben oder, falls die Partei nicht auf ihn zukäme, eine eigene Partei gründen.

Zwischen Promo und Wutausbruch

Die Ausschreibung des Preisgeldes hatte wohl zwei Ziele: Zum einen klingt es, als wollte der exzentrische McAfee – der übrigens letztes Jahr prognostizierte, dass der Bitcoin-Kurs im Jahr 2020 bei einer Million US-Dollar liegen wird – einfach mal Dampf ablassen. Zum anderen ist es natürlich eine super Promo-Aktion für Bitfi. Denn wie beweist man die Unknackbarkeit eines Wallets besser, als ein paar Hacker sich ihre Zähne daran ausbeißen zu lassen? Und selbst wenn Bitfi eine unerwünschte Digital-Defloration erleben sollte, kann hinterher wenigstens die Sicherheitslücke geschlossen werden. Preisgelder für die Entdeckung möglicher Einfallstore an sogenannte White Hats, im Rahmen des Gesetzes handelnde Berufshacker, zu zahlen, ist in der Branche nicht unüblich.

Ob Bitfi – oder überhaupt ein Gerät – als unhackbar bezeichnet werden kann, ist dabei fraglich. Falls es trotz Preisgeld jedoch niemand schafft, das Wallet zu knacken, würde es Bitfi sicher nicht schaden.

Bevor ihr jetzt von Geldgier gepackt euer altes Java-für-Dummies-Buch rausholt, folgende von Bitfi für diese Aufgabe aufgestellten Regeln solltet ihr beim Hacken beachten:

# You successfully extract the coins and empty the wallet, this would be considered a successful hack

# Provide proof that the wallet is empty

# You can then keep the coins and Bitfi say they will make a payment to you of $100,000

Außerdem müssen alle Hackversuche öffentlich gemacht werden, um Hilfe und Orientierung für andere zu geben. Und jetzt frohes Hacken.

 

 

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