Google erfindet gefakte Pizza-Marke, um Werbung besser zu analysieren

Wie funktioniert Werbung am besten? Welche Bilder werden direkt weggeklickt, welche machen Lust auf mehr und binden den Konsumenten langfristig an sich? Um solche Fragen zu beantworten, müssen große Brands häufig langwierige Markforschungen durchmachen und viel Zeit reinstecken. All diese Probleme hat man nicht, wenn man Google heißt. Der IT-Riese kreierte kurzerhand einfach eine gefälschte Pizzamarke mit dem Namen „Doctor Fork“, um Werbung besser zu analysieren. Weil die Brand keinem Risiko ausgesetzt ist, lässt sich freier experimentieren.

doctor fork google

Um genau zu sein wurde Doctor Fork von Googles „Unskippable Labs“-Team unter der Leitung von Creative Director Ben Jones und mit Unterstützung von Nestlé und dem Marketing-Professor Ryan Elder kreiert. Dafür wurden 33 Werbeclips aus Stock-Bildern zusammengestellt und auf YouTube ausgegeben. Laut TechCrunch sollen die Werbeclips 20 Millionen Impressionen erreicht haben.

„Doctor Fork can do whatever he wants“

In der Werbewelt gibt es anscheinend die Regel, dass man niemals eine kauende Person direkt in die Kamera gucken lassen sollte. Diese hätte man aber nie testen können, weil kein Werbetreibender jemals eine solche Anzeige schalten würde. Das Risiko sei zu groß, potenzielle Kunden zu verprellen. Mithilfe der erfundenen Pizza-Marke sei das aber möglich gewesen, so Jones zu TechCrunch: “Maybe I can’t look directly at the camera, but Doctor Fork can do whatever he wants. It let’s use the freedom of the unbranded ad to be wrong, to push in directions and ask questions that a brand will not, because a brand has a complex brief and very focused set of objectives.”

Clever gemacht und gut umgesetzt. Aus dem Doctor-Fork-Experiment habe Google sechs zentrale Kenntnisse gewonnen. Unter anderem, dass jüngere Zielgruppen besser auf eine Ich-Perspektive ansprechen als ältere Zuschauer. Alle Kenntnisse könnt ihr hier nachlesen.


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