Productivity & New Work Gewohnheiten für ein starkes Ich: 6 Tipps aus der Wissenschaft

Gewohnheiten für ein starkes Ich: 6 Tipps aus der Wissenschaft

Gewohnheiten sind mehr als nur lästige Routinen – sie sind der Schlüssel zu unserem alltäglichen Handeln. Doch wie schaffen wir es, gute Angewohnheiten zu etablieren und ungesunde loszuwerden?

Die Macht der Gewohnheit
Gewohnheiten prägen unser tägliches Leben mehr, als wir denken. Der Sozialpsychologie-Experte Bas Verplanken schätzt, dass rund 30 bis 50 Prozent unserer Handlungen auf Gewohnheiten basieren. Dabei sind Gewohnheiten nicht per se schlecht – im Gegenteil. Ohne sie wären wir nicht nur überfordert, sondern auch unfähig, Neues zu erlernen. Unser Gehirn speichert erfolgreiche Bewegungen und Handlungen im Handlungsgedächtnis, um sie uns beim nächsten Mal wieder „abzurufen“. So entstehen im Laufe der Zeit feste Verknüpfungen in unserem Hirn.

Die Frage ist also, wie wir positive Gewohnheiten langfristig in unser Leben integrieren können. Hier kommen sechs wissenschaftlich fundierte Tipps, um genau das zu erreichen.

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1. Schritt für Schritt zum Erfolg:
Überforderung ist der größte Feind neuer Gewohnheiten. Man sollte lieber mit dem starten, was einem besonders wichtig ist, und der Rest kommt später. Es ist einfacher, neue Gewohnheiten zu etablieren, als alte loszuwerden.
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2. Große Ziele in kleine Etappen zerlegen:
Biologe und Hirnforscher Gerhard Roth empfiehlt, große Vorsätze in kleine, machbare Schritte zu unterteilen. So bleibt die Motivation hoch, und der Weg zum Erfolg wird überschaubar.
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3. Sich nach jedem Erfolg belohnen:
Es hilft, dem Gehirn positives Feedback zu geben, indem man sich nach (Teil-)Erfolgen belohnt. Die Art der Belohnung sollte variieren, um die Wirkung aufrechtzuerhalten.
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4. Eine neue Umgebung nutzen:
Verhaltensökonomik-Experte Dan Ariely rät dazu, Gewohnheiten in einer neuen Umgebung zu ändern. Neue Orte bieten weniger Auslösereize für alte Gewohnheiten.
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5. „Habit Stacking“ – Alte Muster nutzen:
Man sollte neue Gewohnheiten mit bestehenden verknüpfen, um den Prozess zu erleichtern. So kann man zum Beispiel immer ein Glas Wasser trinken, wenn man den ersten Kaffee des Tages trinkt.
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6. Gewohnheiten im Einklang mit Werten:
Man sollte sich Ziele setzen, die mit den jeweils persönlichen Werten übereinstimmen. Die größte Motivation entsteht, wenn die eigenen Ziele authentisch sind.

Mythen rund um Gewohnheiten – was ist wirklich wahr?
Der Mythos von den 21 Tagen zur Etablierung neuer Gewohnheiten entlarvt sich als veraltet. Die Zeit variiert je nach Komplexität der Gewohnheit und individuellen Faktoren. Wendy Wood, Psychologin aus Großbritannien, erklärt, dass diese Annahme aus den 60er-Jahren stammt und keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat. Jeder Mensch benötigt seine eigene Zeit, um nachhaltig positive Gewohnheiten zu entwickeln.

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