DHDL-Recap: „Ich mach das groß, das bringen wir in jeden Baumarkt!“

War ja klar, nach dem furiosen Auftakt der fünften DHDL-Staffel in der vergangenen Woche inklusive Quotenrekord musste es in Folge etwas down-to-earthiger zugehen – einerseits ins Blumenbeet mit einer Superharke, andererseits in Form des fachgerechten Zurechtstutzens einer übereuphorischen Kleiderschrankrevolutionärin. Aber der Reihe nach.

Den Auftakt macht Daisy Grip. Untermalt von schauerlich metallisch dräuender Musik erklären die beiden Gründer Konstantin Altrichter und Karl Hartmann, warum man quasi sein eigenes Todesurteil unterschreibt, sobald der Arzt zwecks Blutabnahme einem den Stauschlauch um den Arm schlingt. Der nämlich sei eine Keimquelle. Und jedes Jahr würde es zu 900.000 Infektionen mit Krankenhauskeimen kommen, viele Patienten müssten darum länger in der Klink bleiben, 30.000 würden sie gar nicht mehr lebendig verlassen.

Gut, unsterile Stauschläuche sind nicht die gravierendste Schwachstelle in der Krankenhaushygiene. (Tatsächlich sollte man sich eher vor den Händen des Personals in Acht nehmen.) Aber ein Blick in die Gesichter der Löwen reicht, um das Potenzial von Daisy Grip zu erahnen.

Drama-Queen Frank Thelen

100.000 Euro wollen Konstantin und Karl für zehn Prozent ihrer Firma, um ihren leicht zu desinfizierenden Stauschlauch in den Markt zu drücken. Der wird an Dagmar Wöhrls Arm vorgeführt – in einer Trockenübung. Ralf Dümmel dämmert, dass es sich hier um knallhartes B2B handelt, er aber natürlich mehr B2C. Und die Zielgruppe, die sich in den düsteren Winkeln der Bahnhofsviertel herumdrückt, ist doch eher spitz. Er ist raus.

Frank Thelen gestaltet seinen Ausstieg dramatisch wie eine OP am offenen Herzen: Er finde es gut, wenn „Menschen nicht mehr sterben“. Er würde das „groß machen“, es „auf die Straße“ bringen. Wenn, nun ja, wenn er der Richtige dafür wäre. Es folgt eine etwas hasenfüßige Wenn-und-Aberei unter den Löwen, die nicht so recht daran glauben, den Krankenhauseinkäufern Daisy Grip andrehen zu können.

DHDL
Konstantin Altrichter macht mit Dagmar Wöhrl den Fake-Praxistest. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Das ist mal tragisch: Da wollen zwei Typen Leben retten, alle finden es gut, aber keiner investiert – und währenddessen bekommt dieser Tüftler mit dem Staubsauger-Kleinteil-Aufsaugschutz das Geld hinterhergeworfen. Hey, Löwen, wie viele Menschen sterben durch Lego-Stein im Fuß? Am Ende beweist Maschmeyer ein Herz. Zumindest ein halbes: 200k für 25 Prozent, Deal. Alles Gute, der Nächste bitte.

Schluss mit Kuscheln

Nachdem die Daisy-Grip-Gründer ihre abschließende Umarmung von Moderator Amiaz Habtu empfangen haben (@voxdhdl: Wir hätten mal gerne den Slowmo-Supercut „Amiaz umarmt Gründer“) ist dann Schluss mit kuscheln. Jetzt gibt es Watschen. Vorhang auf für Trinity.

Gründerin Kimberly Lang und Guillermo Neugebauer (macht was mit IT und bekommt exakt keine einzige Sekunde Redezeit) wollen die Damenmode revolutionieren. Und Revolution ist teuer: Lang ruft gleich einmal 500.000 Euro für zehn Prozent von Trinity auf. Weder Zuschauer noch Löwen haben bislang begriffen, was das Produkt eigentlich ist. Woraufhin die Demontage der jungen Gründerin nach allen Regeln der TV-öffentlichen Demütigung folgt.


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