Productivity & New Work Dieser Roboter lernt von selbst, welche Objekte er sieht und wie man sie benutzt

Dieser Roboter lernt von selbst, welche Objekte er sieht und wie man sie benutzt

Dass Maschinen Dinge von selbst erkennen, ist schon länger möglich. Die Grenzen waren aber bisher eng um eine bestimmte Aufgabe herum gesteckt, mit deren entsprechenden Daten das System gefüttert wurde. Wissenschaftler des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory am MIT haben einen Roboter entwickelt, der sich selbst beibringt, welche Objekte er vor sich hat, um entsprechend auf sie zu reagieren. Das System heißt DON, was für „Dense Object Nets“ steht und die neue Technologie beschreibt. Es sammelt visuelle Datenpunkte und ordnet sie in einem Koordinatensystem an. Jedes Koordinatenset wird wiederum in ein größeres Koordinatennetz aufgenommen.

Im Grunde funktioniert es wie bei einem Bildermosaik, also zum Beispiel einem Porträt von euch, das aus hunderten verschiedenen Einzelbildern eures Gesichts zusammengesetzt ist. Das System erkennt euch nun, weil es das allgemeine, zusammengesetzte Bild von euch kennt, beziehungsweise das des Objekts.

Advanced manipulation tasks

Weil das System die Objekte aus vielen verschiedenen Winkeln aufnimmt, erkennt es auch seinen räumlichen Kontext und kann entsprechend mit ihm umgehen. Das sei der Unterschied zu Programmen, die etwa bei selbstfahrenden Autos eingesetzt würden. Diese erkennen verschiedene Objekte zwar auch. „But if you’re actually trying to interact with an object in a particular way like grab a shoe in a particular way or grab a mug, then just having a bounding box or just all these pixels correspond to the mug, isn’t enough“, sagte Lucas Manuelli, der Autor des Projekts, dem Techblog „Engadget„. „Our system is really about getting into the finer level of details within the object… that kind of information is necessary for doing more advanced manipulation tasks.“ Konkret bedeutet das, DON würde aller Wahrscheinlichkeit nach die Kaffeetasse selbstständig am Henkel anfassen und die Öffnung nach oben halten, um nichts zu verschütten.

Außerdem sei DON im Setup nicht so aufwendig: Das System trainiert sich selbst, muss also nicht mit tausenden von Bildern gefüttert werden, um erst zu lernen. Die Anwendungsbereiche eines solchen Roboter sind natürlich zahlreich. Vom Fließbandbot, der komplexere Aufgaben übernehmen kann, bis zum Allround-Heimassistenten ist da eigentlich alles drin. Aber keine Panik, eure Jobs sind sicher. Denn am Fließband stehen ohnehin schon die Maschinen und auch zu Hause in eurer Freizeit wird euch ein kleiner Helfer nicht davon abhalten, auch weiterhin cooles Zeug zu machen. Bis zum fähigen Roboterassistenten für alle Lebenslagen dauert es eh noch. Don steckt nämlich noch in den Kinderschuhen.

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