Leadership & Karriere Watchlist 2019: Zehn Gründer, die Schwung ins Finance- & Insurance-Business bringen

Watchlist 2019: Zehn Gründer, die Schwung ins Finance- & Insurance-Business bringen

Geld hält die Welt am Laufen. Aber Banking und Versicherungen bewegen sich langsam. Hier stellen wir zehn Ideen vor, die Schwung in das Business bringen. Die zehn Ideengeber sind Teil unserer Watchlist 2019. Darin porträtieren wir 100 Menschen, von denen wir im nächsten Jahr noch hören werden. Heute stellen wir euch unser Ranking aus der Kategorie „Finance & Insurance“ vor. Mit dabei unter anderem: Jakob Berndt, der 2019 Tomorrow mitgründete, und Georg von Waldenfels vom Wirecard-Ableger Boon.

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#10 Hannah Helmke, Right Based on Science

„Wir möchten Geld lenken“, sagt Helmke. Darum entwickelte sie mit Right Based on Science das XDC-Modell. Es misst den Beitrag von Unternehmen zum Klimawandel, sodass Investitionen auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft werden können. Denn Helmke ist sicher: „Zukunftsfähigkeit und die Minimierung des Klimawandels sind nicht mehr voneinander trennbar.“ Nun soll das Modell als Open-Source-Code veröffentlicht werden.

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#9 Robin von Hein, Simplesurance

Einfacher absichern geht nicht: Simplesurance implementiert Versicherungsangebote direkt in Onlineshops, sodass ein Kunde sein gerade erworbenes Fahrrad oder Smartphone sofort versichern kann. „Anfangs hat niemand an das Produkt geglaubt“, sagt CEO von Hein. Zu Unrecht – binnen sechs Jahren gibt es den Service in 29 Ländern. Nach dem japanischen Markteintritt 2018 steht nun die Expansion in Asien bevor.

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#8 Philip Rürup, Troy

Wenn Kunden nicht bezahlen, haben Firmen ein Problem: Klar wollen sie ihr Geld. Nur, bekommt der Kunde ein Schreiben vom Inkassobüro, ist er ein für alle Mal weg. Zumal die Hälfte versehentlich in Zahlungsverzug gerät. Rürup will das Dilemma lösen und gründete Troy, „Europas kundenfreundlichstes Inkassounternehmen“. In Lippstadt gestartet, will Troy seinen Service 2019 auf andere europäische Länder ausweiten.

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#7 John-Paul Pieper, Nexible

Die Tochter der Ergo ging 2018 als komplett digitale Kfz-Versicherung „im Smartphone-Format“ an den Start. 35.000 Kunden habe man in Deutschland bereits gewonnen. Im neuen Jahr launcht Nexible eine Reiseversicherung, bereitet die europäische Expansion vor, außerdem „einen Onlineshop für hilfreiche Produkte rund um den Schutz deines Lebens“, so CEO Pieper.

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#6 Miriam Wohlfarth, Ratepay

Die Besonderheit des 2009 gegründeten Zahlungsabwicklers für Onlineshops: Ratepay trägt das Risiko der Händler, wenn Kunden auf Rechnung oder Raten kaufen. Der Payment-Markt wird immer voller, die Konkurrenz steigt. Doch die größte Herausforderung besteht aktuell darin, aus dem Startup ein „Grown-up“ zu machen, so CEO Wohlfahrt. Pläne für 2019: Umsatz verdoppeln und das Team auf 300 Mitarbeiter vergrößern.

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#5 Manuel Holzhauer, Insurtech Hub

Der gemeinnützige Münchner Insurtech Hub will bis 2024 zum wichtigsten seiner Art in ganz Europa werden, sagt der neue Managing Director Holzhauer. Aktuell sind 13 Unternehmen Mitglied in dem Verein, in den kommenden zwölf Monaten will man diese Zahl verdoppeln bis verdreifachen. Außerdem soll im Frühsommer ein erstes Accelerator-Programm für die Versicherungsmodelle der Zukunft starten.

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#4 Jörg von Minckwitz, Bitwala

Bankkonto und Krypto-Wallet in einem, inklusive Debit-Karte – das bietet die Blockchain-Bank Bitwala. Will man etwa Bitcoin in Euro tauschen, wird die bislang umständliche Transaktion hier binnen Sekunden ausgeführt. Gerade gab es ein 4-Mio.-Euro-Investment. „Kommendes Jahr wollen wir aus Deutschland heraus in weitere EU-Länder internationalisieren und streben unsere eigene Banklizenz an. Außerdem eine schwarze Null“, sagt Co-Founder von Minckwitz.

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#3 Natascha Wegelin, Madame Moneypenny

Die Gründerin von wg-suche.de baute mit Madame Moneypenny eines der größten Finanzblogs Deutschlands auf, speziell für Frauen. Ihr 2018 veröffentlichtes Buch war ein Bestseller, zusätzlich gibt sie Seminare, damit Frauen ihre Finanzen in die Hand nehmen. 2019 „wird es eine digitale Hands-on-Lösung geben, mit der Frauen ihre finanziellen Ziele noch besser planen und tracken können“, sagt Wegelin. Außerdem geht sie das Thema weibliches Unternehmertum an.

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#2 Georg von Waldenfels, Boon

Nachdem der Onlinezahlungsabwickler Wirecard im Herbst an die Börse ging, soll auch sein Mobile-Payment-Ableger Boon vorangetrieben werden. Von Waldenfels, bei Wirecard für Boon verantwortlich, sagt: „Das Thema Versicherung wird spannend, Überweisungen an Dritte und Kooperationen mit weiteren sehr bekannten Partnern.“ Klingt nach einer All-in-one-Lösung.

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#1 Jakob Berndt, Tomorrow

Mit Geld Gutes tun – das ist der Ansatz von Tomorrow. Das von Jakob Berndt mitgegründete Startup bezeichnet sich als „Bank von morgen“ und bietet ein nachhaltiges Girokonto, optimiert fürs Smartphone. Konkret heißt das: Mit den Einlagen der Kunden werden weder Kohlekraftwerke noch die Rüstungsindustrie finanziert, sondern etwa erneuerbare Energien und ökologische Landwirtschaft. Durch selektive Kreditvergabe will Tomorrow zusätzlich gezielt Geld in solche Branchen lenken. Außerdem will man die bei Kreditkartenzahlungen fälligen Transaktionsgebühren nutzen, um Klimaschutzprojekte zu unterstützen. Über ein sogenanntes Impact Board kann jeder Kontoinhaber in Echtzeit sehen, welche Wirkung das Geld der Tomorrow-Kunden erzielt hat. Nun gibt es sowohl mobile wie auch nachhaltige Banken bereits. Um sich hervorzutun, setzt Tomorrow auf schlaues Marketing: „Damit das funktioniert, muss das Thema der nachhaltigen Finanzen entstaubt werden“, sagt Berndt. „Es muss erst das neue Cool und dann das neue Normal werden.“ Bei dieser Aufgabe helfen dürfte Berndts bisherige Unternehmererfahrung: 2009 gründete er bereits das erfolgreiche Biolimonaden-Startup Lemonaid mit, bei dem 5 Cent jeder verkauften Flasche in Entwicklungshilfeprojekte fließen.
Im Januar 2018 startete das Tomorrow-Team mit der Arbeit, seit Mitte November ist die Banking-App verfügbar. „Nun gilt es, die PS auf die Straße zu bringen und die Branche wirklich aufzurütteln“, sagt Berndt. Sein Ziel: „Bis Ende 2019 sollte jeder, den Wandel umtreibt, von uns gehört haben.“ Gerade arbeiten die Hamburger zusätzlich an nachhaltigen Spar- und Investmentmöglichkeiten für Endkunden, der Launch ist für Anfang 2019 geplant. Berndt ist sich sicher: „Wenn es uns nicht gelingt, Geld als Hebel für positive Veränderung zu nutzen, dann sieht es düster aus.“

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Das Ranking stammt aus unserer aktuellen Ausgabe. Darin stellen wir 100 Gründer, Macher und Kreative vor, von denen wir 2019 Großes erwarten. Auf dem Cover: Aya Jaff. Die 23-Jährige ist Deutschlands bekannteste Programmiererin. Weitere Themen im Heft: NSFW, ein Sexklub für die Generation Instagram. Außerdem: Dan Palami. Der philippinische Unternehmer will die Fußball-Nationalmannschaft des Landes an die Spitze der Fifa-Tabelle führen – und viele weitere Geschichten. Mehr Infos gibt es hier.

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