Einfach unkaputtbar: Kampagne zeigt Strohhalme als Zeitstrahl der Verschmutzung

Dass Problem mit dem ganzen Plastik ist ja, dass es, einmal hergestellt, so einfach nicht mehr wegzubekommen ist. Warum? Tja, vereinfacht gesagt, die Natur kennt das Zeug nicht und hat daher auch keine Möglichkeiten, es zu zersetzen wie etwa einen abgestorbenen Organismus. Daher bedeutet die Tatsache, dass man ein Stück Plastik nach genügend Zeit im Meer nicht mehr sieht nicht, dass es nicht mehr da wäre. Es wurde nur mechanisch so fragmentiert, dass es am Ende auch in den Mägen von Meereslebewesen landet. Zum Symbol dieser Hartnäckigkeit des Plastiks ist seit einiger Zeit der Strohhalm geworden, der ja bekannterweise ab 2021 in der EU verboten sein wird. Ein gewöhnliches Exemplar davon benötigt nämlich etwa rund 500 Jahre, bis es vollkommen verschwunden ist. Ein krasser Zeitraum, wenn man bedenkt, dass vor dieser Zeit etwa der Buchdruck erfunden wurde.

Die Agentur McCann Panama und die Umweltorganisationen Tortuguias, Marviva und Ecoexito haben genau das nun anschaulich in eine Kampagne verpackt, die das unzerstörbare Leben eines einzelnen solchen Strohhalms verdeutlicht.

Er funktioniert dabei als eine Art Zeitstrahl, an dem exemplarisch bedeutende historische Daten gekennzeichnet sind. Ein vor 500 Jahren hergestellter Strohhalm hätte also problemlos die Erfindung des Teleskops 1609, Newtons Postulat des Gravitationsgesetzes 1700 und den ersten Menschen im All 1961 miterleben können, bevor SpaceX dann 2018 mit dem ersten Auto im Weltall nachlegte.

Was wohl die Strohhalme noch alles miterleben werden, die bis 2021 hergestellt werden?

 


Business Punk Redaktion

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