Hawaii will den Verkauf von Zigaretten an unter 100 Jährige verbieten

Nein, es ist kein satirischer Klamauk ganz nach dem Geschmack des „Postillon“. Nach Medienberichten will Hawaii tatsächlich den Verkauf von Zigaretten an Menschen unter 100 Jahren verbieten. Eine entsprechende Gesetzesinitiative wurde von dem Abgeordneten Richard Creagan, einem Arzt in einer Notaufnahme, auf den Weg gebracht. Gegenüber der „Hawaii Tribune-Herald“ sagte Creagan: „Wir haben eine Vielzahl von stark Abhängigen, die von einer schlechten Industrie versklavt wurde, indem diese eine Zigarette erfunden hat, die enorm süchtig macht und weiß, dass diese auch tödlich ist.“ Und weiter: „Der Staat ist dazu verpflichtet, die Gesundheit seiner Bürger zu schützen.“

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Altersgrenze für den Kauf von Zigaretten im US-Bundesstaat schrittweise ansteigt. Konkret: Jedes Jahr um zehn Jahre. Aktuell ist der Verkauf an unter 21-Jährige verboten. Mit dem neuen Gesetz würde die Altersgrenze im nächsten Jahr auf 30 Jahre, dann 2020 auf 40 Jahre, 2021 auf 50 Jahre und so weiter steigen. Wie CNN berichtete, würden E-Zigaretten, Zigarren und Kautabak von dem Gesetz nicht betroffen sein.

Dass die Initiative erfolgreich sein könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Der US-Bundesstaat hat mit seiner derzeitigen Altersgrenze ab 21 Jahren jetzt schon das schärfste Rauchergesetz in den USA.

De facto würde die Neuregelung ein absolutes Rauchverbot bedeuten – zumindest für die Bewohner der Insel. Touristen, die mit Zigaretten ins Land kämen, dürften auch weiterhin in aller Ruhe am Glimmstängel ziehen.


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