Marketing für Millennials: Mit diesem Guide anschaulich erklärt

Unsere Welt verändert sich konsequent – und mit ihr unsere Wahrnehmung, unsere Interessen, unsere Träume und Ziele. Jede Generation für sich bricht alte Traditionen und erschafft neue. So auch die Millennials. Im Zeitalter der Digitalisierung aufgewachsen, reagieren sie ganz anders auf die Marketing-Verirrungen dieser Welt, und machen klar: Werbung muss anders werden. Wie genau? Erklären wir hier.

Millen – was?

Generation Y, die Digital Natives. Millennials sind die Kinder, die mit dem Internet und der Technik groß geworden sind und ihre Zeit Großteils auf Social Media verbringen. Die Wissenschaft ist sich streitig, wann genau die Generation beginnt, und wann sie aufhört, aber irgendwo zwischen den 80ern und späten 90ern liegt man definitiv richtig. Millennials haben eine andere Mentalität als noch ihre Elterngeneration. Es muss kein Eigenheim mehr sein, ein fester Job auch nicht unbedingt. Auch wenn natürlich gern gespart wird, um das Geld für die wichtigen Dinge im Leben auszugeben. Führungsposition trifft auf Selbstverwirklichung. Großes Einkommen auf Bedeutung und Sinn. Scheinbar sind wir Millennials eine Generation voller Gegensätze – doch halt, vielleicht sind’s auch nur Klischees.

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Negativ Beispiele

Manch alteingesessenes Unternehmen hat auch schon bewiesen, dass es die Vorstellungen der Millennials nicht ganz verstanden hat. So zum Beispiel Pepsi, deren Werbung statt Einigung mehr als Trennung der Nation verstanden wird. Mit Kendall Jenner als Werbegesicht stellt das Unternehmen eine Demonstrationsszene gegen die Schere zwischen arm und reich dar, in der sich Jenner unter die Leute mischt, auf einen Polizisten zugeht und ihm eine Dose Pepsi reicht. Aus dem Spot geht die ungewollte Message hervor: Hey, ihr Millennials. Eure Probleme lösen sich ganz einfach durch Give-a-Pepsi-Get-a-Pepsi. Nicht gerade positiv.

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Dabei ist es gar nicht so schwer, Millennials von sich zu überzeugen. Das sind fünf Marketing-Tipps, mit denen man immer richtig liegt:

1. Vertrauen ist alles

Millennials haben ein grundlegendes Misstrauen gegen Unternehmen – verständlicherweise. Viele große Firmen haben schon durch etliche Skandale bewiesen, dass es manchmal ganz praktisch ist, ihnen mit einer gewissen Skepsis gegenüberzutreten. Deshalb: ehrlich währt am längsten. Eine Marke muss zeigen, dass sie die Menschen als Individuum wahrnimmt, nicht als blinde Käufermasse.

2. Bilde Gemeinschaftssinn

Be kind to one another – das Motto, dass Ellen Degeneres seit Jahren streut, vertreten auch die Millennials. Für sie ist es wichtig, gemeinsam für etwas einzustehen, das die Welt verändern kann. Ohne Diskriminierung oder Mobbing. Ein positives Mindset bedeutet alles. Umso wichtiger ist es, mit Marketing nicht die eigene Tasche zu füllen, sondern gute Werte durchsetzen zu wollen.

3. Es muss nachhaltig sein

Bewusstsein schaffen, Bewusstsein fördern. Unternehmen, die beweisen, dass sie einen Sinn für Nachhaltigkeit haben und sich für die Ärmsten der Armen einsetzen, gewinnen schnell an Beliebtheit. Die bekannte Schuhmarke Toms beispielsweise spendet 35 Millionen Schuhpaare für Menschen in Not. Ganz anders als das Unternehmen Volkswagen, das sich nach dem Dieselskandal in die Tiefen der Kanalisation katapultiert.

4. Überall erreichbar

Was früher das Radio und dann der Fernseher war, sind heute das Smartphone und der Laptop. Viele Millennials besitzen keinen Fernseher und nutzen stattdessen ihre anderen Devices, um sich Filme und Serien zu gönnen. Wer also keine Streuverluste bei seiner Zielgruppe in Kauf nehmen will, der sollte darauf achten, auf allen Kanälen vertreten zu sein.

5. Be instagrammable

So oberflächlich es auch klingt – was schön ist, wird häufiger geteilt. Ganz getreu dem Motto: “Feel cute – might delete later.“ Der Anspruch an Unternehmen, nicht nur ein schönes Produkt, sondern auch eines, dass sich auf Instagram teilen lässt, zu produzieren, ist höher denn je. Alles was einen schicken Feed zur Folge hat, wird gut und gerne gespreadet. Deshalb: Lieber etwas mehr in Designer investieren.

Wer alles ganz kompakt noch einmal zusammengefasst haben will, für den gibt’s alle Tipps nochmal als Schaubild:

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via: Marketing to Millennials: Your Lit Guide 


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