Sechs Tipps, wie du dein Unternehmen nachhaltiger gestaltest

Deine Chefs haben immer noch nicht kapiert, wie man die Firma nachhaltiger und klimabewusster gestalten könnte, und ihr nehmt ständig den günstigen Billigflug statt die unbequeme Bahnreise? Nervig, aber eigentlich nicht so überraschend. Hier sind sechs Ideen, die ihr entweder selbst umsetzen oder mal vorschlagen könnt, um euer Unternehmen nachhaltiger zu gestalten – vom morgendlichen Arbeitsweg bis zum Feierabend.

Mittagspausen-Call

Endlich Mittagspause! Und schon wieder zu Lidl und dir eine fünffach verpackte Banane kaufen? Ne, lieber nicht. Bemüh dich um eine Umstellung und versuche, dir schon zu Hause dein Mittagessen zuzubereiten und in einem Glasbehältnis oder wenigstens wiederverwendbarten Hartschalentupperbox mitzunehmen. Übrigens kann man das Essen so schichten, dass es auch nicht nervig zermatscht wird: Beim Salat kommt unten das Dressing, oben die Körner. Und wer befürchtet, dass damit die witzigen Business-Dinner verlorengehen: Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr gemeinsame Essensdates gibt’s auch. Überredungskunst ist gefragt!

Coffee to genießen oder mitgebrachte Becher

Kapseln sind so was von out, das dürfte mittlerweile sogar der hinterwälderischste Arbeitgeber gecheckt haben. Trotzdem gilt: Beim harten Arbeitstag kann natürlich niemand auf die regelmäßige Portion Kaffee verzichten. Aber muss es zum hundersten Mal der Kaffeebecher sein, der einfach nur in den nächsten Mülleimer verschwindet? Viele Cafés bieten mittlerweile an, dass man sich den Kaffee in mitgebrachte Tassen einschenken lassen kann, einige davon verkaufen diese Becher auch. Und mal ganz ehrlich, wenn es nicht klappt: So schlimm kanns ja nicht sein, mal zehn Minuten Pause im Café nebenan zu machen und den eigenen Kaffee aus dem Porzellantasse zu schlürfen?

Weniger Müll, mehr Fun

Klar, es macht Spaß, sich auch mal mit den Kolleginnen und Kollegen nach einem anstrengenden Arbeitstag auf einen Drink zu verabreden. Aber wie oldschool seid ihr, um immer noch auf Plastikstrohhalme zu setzen? Die brauchen nicht nur ewig, um abgebaut werden zu können, sondern landen am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit in den Ozeanen dieser Welt. Gut, dass sich ein paar clevere Menschen Strohhalm-Alternativen aus Glas oder Edelstahl ausgedacht haben, die mehrmals verwendet werden können. Reicht nicht? Makkaroni und Bambus tuns auch. Und ganz ehrlich – geht’s um den Strohhalm oder den Drink?

Leitungswasser  – oder wenigstens Glasflaschen

Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stellen im besten Fall Getränke zur Verfügung. Das ist super, wenn auch nicht ganz unproblematisch, wenn sich da nur wieder kästenweise Plastik übereinander stapelt. Wieso nicht dem Arbeitgeber mal vorschlagen, lieber auf Glasflaschen zu setzen? Falls nö: Leitungswasser ist übrigens auch trinkbar. Und wer schon beim Arbeitsweg oder nach Hause ein paar Schluck braucht, kann an Türen verschiedener Cafés Ausschau nach dem Refill-Sticker halten. Da kann man mitgebrachte Wasserflaschen kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen. Stay hydrated!

Dates einberufen

Eine gute Idee kommt meistens nicht von allein. Beruft ein regelmäßiges Treffen ein, bei dem ihr besprecht, wie ihr künftig auf Nachhaltigkeit achten wollt. Wie wärs damit, bei einer neuen Küchenaustattung nicht auf den Pfannenwender aus Plastik, sondern aus Holz zu bestehen? Oder bei der nächsten Seifenbestellung mal nicht die plastikverpackte zu kaufen, sondern ein Seifenstück? Das sind Sachen, die man nur peu à peu verändern kann und die sich erst langsam ins Firmengedächtnis einschleusen – aber ganz ehrlich: Es ist höchste Zeit.

Hirn ein- und Strom ausschalten

Manchmal pirscht sich so ein unausgesprochenes Gesetz ein, das da lautet: Der Letzte macht das Licht aus. Und der Letzte vergisst es aber leider, oder wusste gar nicht, dass er der Letzte ist, oder … irgendwelche anderen Ausreden. Klare Kommunikation kann Abhilfe schaffen: Alle sind dafür verantwortlich, dass ihre Laptops natürlich vollständig nach Schichtende ausgestaltet werden, statt weiterhin über Nacht trist im Standby-Modus zu verharren. Auch Drucker und Kaffeemaschine gehören nach Gebrauch ausgeschaltet. Den Chef wird’s doppelt freuen: Spart auch Stromkosten.


Business Punk Redaktion

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