Wie Drohnen beim Bau von Unterkünften helfen könnten

Drohnen werden im Alltag für immer mehr Dinge genutzt: Mal liefern sie wichtige Medikamente, mal bringen sie den Kaffee im Office direkt an den Schreibtisch. Bald könnten die Quadrocopter auch auf der Baustellen ihren Einsatz finden. Genauer: wenn es um den Bau von temporären Unterschlupfmöglichkeiten geht. In Mailand hat die spanische Architekturfirma MuDD während der Design-Week demonstriert, wie das funktionieren könnte:

Das Grundgerüst für eine Unterkunft bildeten bei der Vorführung Bambus-Stöcke. Dann wird mit Hilfe der Drohne eine Art Plane über das Gerüst gezogen. Anschließend versprüht die Drohne eine Mischung aus Ton, Sand und Reishülsen auf die Abdeckung, die an Zement erinnert. Das ganze läuft über einen Schlauch, der an dem Quadrocopter angebracht ist. Last but not least wird dieser dann zum Trocknen des Gemischs verwendet. So bekommt die Unterkunft ihre nötige Stabilität.

Die Methode könnte beispielsweise in Katastrophengebieten angewandt werden, um Menschen temporär mit Obdacht zu versorgen. Noch handelt es sich hierbei um Prototypen. Die Drohnen müssen zudem von Menschen gesteuert werden. Eine Automatisierung der Abläufe ist jedoch in Planung. Die Macher haben allerdings noch eine größere Version: Sie möchten den Bau von Gebäuden mit lokalen Umweltmaterialien fördern und mit den Drohnen richtige Häuser bauen. „Das Bauen mit lokalen Materialien wie Bambus, Ton, Sand und Reisschalen bietet einen hohen Nachhaltigkeitsfaktor“, sagt Stephanie Chaltiel, Leiterin des MuDD, gegenüber Fast Company. Die Drohnen könnten dann beim Bau von hohen Gebäuden ihren Einsatz finden.


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