Rügenwalder Mühle produziert keine Currywurst aus Fleisch mehr

Der Wursthersteller Rügenwalder Mühle hat am 1. September bekannt gegeben, keine Currywurst aus Fleisch mehr zu produzieren. Man benötige laut „Spiegel“ mehr Platz für vegetarische Produkte. Aktuell sollen fast 40 Prozent des Umsatzes aus vegetarischen Produkten bestehen. „Es ist jetzt an der Zeit, mal 50 Prozent weniger Tiere zu essen“, betont Firmenchef Godo Röben.

In Hinblick auf Massentierhaltung und die schädlichen Folgen für den Klimawandel sei die Umstellung auf fleischlose Alternativen laut Röben zukunftsfähiger als das bisherige Geschäftsmodell.

Diesen Umschwung kann man auch im Auftreten des niedersächsischen Unternehmens in den sozialen Netzwerken nachverfolgen. Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram liegt der Fokus klar auf fleischlosen Produkten. Rügenwalder Mühle ist zudem Partner des Fußballvereins Borussia Dortmund. Fans können Sitzplätze auf der Veggie-Fanbank gewinnen und im Stadion Veggiewurst essen.

Nach eigenen Angaben verarbeitet Rügenwalder Mühle pro Woche rund 360 Tonnen Schweine- und Geflügelfleisch. Unter den Lieferanten findet sich auch die Tönnies Fleisch GmbH & Co.KG, deren Mitbegründer Clemens Tönnies ist. Der sitzt nicht nur im Aufsichtsrat des BVB-Erzrivalen Schalke 04 und sorgte im August mit rassistischen Aussagen für Schlagzeilen, sondern hatte 2018 verkündet, dass Veggie-Wurst keine Zukunft habe: „Ich glaube nicht an diesen Markt.“

Auch angesichts des rekordverdächtigen Börsengangs des US-Startups Beyond Meat eine grobe Fehleinschätzung.

 


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