Mirácoli-Nudeln zur „Mogelpackung des Jahres“ gewählt

Die meisten Produktverpackungen für Lebensmittel sind ziemlich enttäuschend. Viel zu oft muss man doch nach dem Einkauf feststellen, dass der Großteil der leckeren Errungenschaft aus leerem Pappkarton, oder noch schlimmer, Plastik, besteht. Damn.

Weniger Inhalt bei gleicher Verpackungsgröße ist Unternehmen laut der Verbraucherzentrale Hamburg erlaubt. Versteckte Preiserhöhungen sind somit für die Kund*innen kaum sichtbar. Mit der Wahl zur „Mogelpackung des Jahres“ möchte die Verbraucherzentrale auf den Missstand aufmerksam machen.

Und der Sieger ist…

Der Titel geht in diesem Jahr an das Fertiggericht „Klassiker Spaghetti“ von Mirácoli. Der Grund: Im Gegensatz zu früher ist in der Verpackung kein Käse mehr enthalten. Zudem sei sowohl weniger Tomatensoße als auch Gewürzmischung dabei. Der Preis blieb jedoch unverändert.

Laut Hersteller Mars hätten Umfragen ergeben, dass Kund*innen den Käse für die Pasta nicht genutzt hätten. Demnach habe man das Produkt angepasst, um somit Preiserhöhungen zu umgehen.

Dumm nur, dass von 43.044 abgegebenen Stimmen ganze 36,6 Prozent der Verbraucher*innen genau deswegen Mirácoli zur „Mogelpackung des Jahres 2019“ wählten.

Mit im Rennen um den nicht dankbaren Titel waren übrigens noch diese Produkte:

©Verbraucherzentrale Hamburg

Aus dieser Wahl möchten Unternehmen sicherlich nicht als Sieger hervorgehen, ähnlich wie bei dem Negativpreis „Goldener Windbeutel“, der für die dreistesten Werbelügen verliehen wird.


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