Von der „Steinzeit in das digitale Zeitalter“: 18-Jähriger will Schule digitalisieren

Digitalisierung und Schule – das passt bekanntlich nicht immer gut zusammen. Umso größer ist die aktuelle Herausforderung, da wegen der Coronakrise immer mehr Schulen schließen. Genau das wurde nun zum Vorteil für Nils Reichert.

Der 18-jährige Schüler aus Düsseldorf entwickelte zusammen mit zwei Freund*innen vor zwei Jahren Sharezone. Die App sorgt dafür, dass Schüler*innen und Lehrer*innen den ausgefallenen Unterricht auch von Zuhause aus organisieren können – am PC oder Smartphone. Funktionen wie Hausaufgaben hochladen, Lernvideos posten oder einem Messenger machen dies möglich.

Screenshot Sharezone.net

Das Ganze funktioniert „im Prinzip wie bei einer WhatsApp-Gruppe, nur übersichtlicher“, beschreibt Gründer Nils Reichert sein Projekt in einem Interview mit Gründerszene.

Die App verzeichne bereits 70.000 Nutzer*innen. Doch durch die aktuellen Schulschließungen sollen sich die Zahlen von 300 neuen Nutzer*innen pro Tag bereits verfünffacht haben. Den Erfolg erklärt sich der Schüler dadurch, dass in vielen Schulen erst jetzt über den Umgang mit Heimarbeit und Online-Tools diskutiert wird.

Sharezone kommt ohne Gebühren und Werbung aus. Finanziert wird die App ausschließlich aus Preisgeldern, die man in der Vergangenheit gewinnen konnte. „Ich werde die Schulschließungen nutzen, um die App weiterzuentwickeln. Und danach fange ich an, für das Abitur zu lernen“, sagte der 18-Jährige in einem Interview mit dem Stern.


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