Unskippable Ad: Warum diese oft gehasste Werbeform in diesem McDonald’s-Spot gut ist

Wir stellen uns vor: Wir sind in einem Marketing-Meeting bei einer großen Brand. Eine Awareness-Kampagne soll auf YouTube-Werbung geschaltet werden. Grundsätzlich werden alle Formate offen diskutiert. Dann schlägt jemand das Undenkbare vor: 20 sekündige Unskippable YouTube-Ads. Alle Köpfe drehen sich entgeistert zu dieser Person und mir kommt direkt die Meme mit Batman, Robin und der schallenden Ohrfeige in den Sinn. Nach einer kurzen Schweigepause sagt jemand sehr bestimmt: „Nein, wir machen keine unüberspringbare Werbung, wir mögen Menschen und wollen die Nutzer ja nicht direkt vergraulen…“. 

Es ist also auf gar keinen, auf gar gar keinen Fall sinnvoll non-skippable Ads auf YouTube zu schalten.

Ok, Schritt zurück. Manchmal ist die Ausnahme ein kleines Dorf in Gallien und manchmal ist die Ausnahme große Kreativität. Mit non-skippable Ads wurden schon Marketing-Preise in Cannes gewonnen. Und ein weiteres Manchmal ist die Gute Sache. So wie hier in dem Beispiel von McDonalds aus Russland. McDonalds ist jetzt vielleicht nicht die beste Sache der Welt, stimmt, aber Händewaschen ist nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen wichtig und richtig. 20 Sekunden, die man in Leben und bei YouTube nicht skippen kann.

P.S.: Ein Tutorial zum Händewaschen hätte mir vielleicht noch besser gefallen, aber man kann nicht alles haben


Markus Sekulla

Markus Sekulla ist freiberuflicher Unternehmensberater im Bereich Kreative/Digitale Kommunikation. Er befasst sich in der nicht immer klar zu trennenden Frei-und Arbeitszeit am liebsten mit New Work, Trends, digitalen Kampagnen und kreativen Ideen.

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