Britische Studie zeigt: Wir sollten alle lieber mit dem Rad zur Arbeit fahren

London richtet gerade in weiten Teilen der Innenstadt die wohl größte autofreie Zone der Welt ein. Man wolle nach Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen die Menschen dazu animieren, sich lieber mit Rad und zu Fuß fortzubewegen, um Ansteckungen zu vermeiden. Die neuen Ergebnisse einer Studie zeigen weitere Vorteile, die das Stehenlassen des Autos mit sich bringt.

Für die Studie der UniversitätCambridge und des Imperial Colleges London wurden Daten von über 300.000 Pendler*innen in England und Wales zwischen den Jahren 1991 und 2016 ausgewertet. Das Ergebnis: Zu Fuß zur Arbeit gehen oder die Öffis zu nehmen, ist wesentlich gesünder, als mit dem Auto zu fahren. Aber nichts ist besser als mit dem Rad zu fahren.

Gegenüber Autofahrer*innen haben Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, ein um 24 Prozent verringertes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Bei Toden an Krebs-Erkrankungen verringert sich das Risiko um 16 Prozent. Generell gibt es bei Radfahrer*innen elf Prozent weniger Krebsdiagnosen als bei Autofahrer*innen.

„Desaströs für unsere Gesundheit und Umwelt“

Passend zu Londons autofreien Plänen mahnte Studienführer Dr. Richard Patterson, dass die Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen eine gute Gelegenheit sei, die Wahl des eigenen Fortbewegungsmittels zu überdenken. „Wegen der beschränkten Kapazitäten der öffentlichen Verkehrsmittel auf private Autos zu setzen wäre desaströs für unsere Gesundheit und die Umwelt. Mehr Menschen dazu zu ermutigen, zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren wird dabei helfen, die Langzeit-Konsequenzen der Epidemie zu begrenzen“, so Patterson.

Von den Teilnehmer*innen der Studie fuhren 66 Prozent mit dem Auto zur Arbeit, 19 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln, 12 Prozent waren zu Fuß unterwegs und nur drei Prozent mit dem Fahrrad.


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