Komplett automatisiert: In Südkorea gibt es jetzt ein Roboter-Café

Pro Auftrag bearbeitet ein Roboter-Barista bis zu sechs Getränke und ist in nur sieben Minuten damit fertig. Anschließend kommen die Kaffeebecher in den Servierwagen und ab geht die wilde Fahrt, quer durchs Café, bis hin zum Tisch der wartenden Kund*innen. Für Milch oder Zucker öffnet der Robo-Kellner noch kurz eine Klappe und schon ist die Bestellung abgeschlossen. Was wie Fantasie klingt, ist jetzt Realität in einem Café in der südkoreanischen Stadt Daejeon.

Die Roboter wurden von Vision Semicon in Zusammenarbeit mit einem staatlichen Institut entwickelt. Lee Dong-Bae, Forschungsleiter bei Vision Semicon, erklärt der Nachrichtenagentur Reuters: „Unser System funktioniert von der Bestellung bis zum Servieren ohne menschliches Eingreifen.“

Fortschritt mit Kehrseite

Laut Reuters will der Hersteller noch dieses Jahr mindestens 30 Cafés mit den Robotern ausrüsten. Das passt zwar gut zu den aktuell geltenden Abstandsregelungen, hat allerdings auch eine Kehrseite: In dem Café bleibt nur noch eine menschliche Arbeitskraft zurück, die für das Backen, Nachfüllen und Saubermachen zuständig ist.

Sollten sich die Roboter auch in weiteren Cafés oder Restaurants durchsetzen, dürfte sich die durch die Coronakrise ohnehin schon angespannte finanzielle Situation für einige noch verschlechtern.

Wir holen uns dann jetzt mal kurz einen Kaffee und geben der freundlichen Bedienung ein extra Trinkgeld.


Business Punk Redaktion

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