Künstliche Musik: So klingen Bot-geschriebene Songs von AC/DC und Nickelback

Auf der Website Lyrics.rip kann man sich von so ziemlich allen berühmten Musiker*innen Texte ausspucken lassen, die ein Algorithmus generiert hat. Die Daten dafür kommen von der Songtext-Plattform Genius.com. Es ist schon ganz witzig zu lesen, was Bot-Eminem oder Bot-Charli XCX so zu sagen haben. Noch viel spaßiger wird es aber, wenn man das wirklich mal in einem Song vertont. Genau das hat der Youtuber Funk Turkey gemacht – mit einem Text von AC/DC und Nickelback.

Der neue AC/DC-Song heißt „Great Balls“ und hat eine unsinnige Mitgröl-Hook, in der es heißt: „She got great balls and big balls – too many women with the balls“. Die musikalische Untermalung hat natürlich Funk Turkey übernommen, inklusive Gesang. Unter seinem Video hat er bemerkt: „Es ist extrem hart, so zu singen wie Brian Johnson.“ Der Song klingt trotzdem sehr nach etwas, was auch locker von einer B-Seite der Hard-Rock-Legenden stammen könnte.

Der Nickelback-Song hat den vielsagenden Namen „Nobody Died Every Single Day“ und wartet mit einer absoluten Hammer-Line auf: „Drink everything in sight“. Das ist das Poetischste, was Nickelbacks Chad Kroeger niemals gesungen hat. Schade. Der Song selbst klingt wie das, was man bekommt, wenn man Nickelback in der berüchtigten Schnäppchen-App Wish bestellt: wie eine Cover-Band, die auf der zweiten Hochzeit von Onkel Herbert und Tante Renate spielt.

So spannend es auch ist, mit künstlich generierter Musik rumzuspielen, ist sie der von echten Künstler*innen weit unterlegen. Noch.


Business Punk Redaktion

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