#StopHateForProfit – US-Firmen boykottieren Facebook und Instagram

Facebook bekommt in den USA für seine Haltung gegenüber Hate Speech kräftigen Gegenwind. Die Organisationen National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) und die Anti-Defamation League (ADL) haben eine Initiative namens „Stop Hate for Profit“ gestartet. Sie soll Unternehmen dazu animieren, einen Monat lang keine Werbung auf Facebook und Instagram zu schalten. Die (Outdoor-)Kleidungshersteller Patagonia, The North Face und REI machen mit, genauso wie das Freelancing-Netzwerk Upwork.

„Was würdet ihr mit 70 Milliarden Dollar machen? Wir wissen, was Facebook gemacht hat: Sie haben zugelassen, dass Leute zu Gewalt gegen für Racial Justice Protestierende angestiftet wurden“, heißt es auf der Website der Initiative. Kritisiert wird, dass rechtspopulistische Newsseiten als „vertrauenswürdig“ eingestuft sind, Schwarze Nutzer*innen keinerlei Schutz erfahren und Holocaustleugnung nicht als Hass bezeichnet wird.

99 Prozent der genannten 70 Milliarden Dollar sollen durch Werbung generiert worden sein. Also seien die Anzeigenkund*innen gefragt, Facebook eine unüberhörbare Nachricht zu senden. Den kompletten Juli lang soll die Aktion laufen.

Und Facebook? Laut der New York Times habe Facebook im letzten Quartal zehn Millionen „hasserfüllte“ Posts gelöscht. Außerdem sollen User*innen den USA zukünftig bezahlte politische Werbung in ihrer Timeline ausblenden können. Ob es noch weitere Schritte geben wird, bleibt abzuwarten.


Business Punk Redaktion

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