Post aus dem All: Raumsonde schickt erstaunliche Fotos der Sonne zur Erde

Fast jeden Tag bekommen wir die Sonne zu Gesicht, sie blendet unsere Augen oder kitzelt auf der Haut. Dabei ist der riesige Stern über 140 Millionen Kilometer von uns entfernt. Eine Strecke, die nur schwer vorstellbar ist. Dank einzigartiger Aufnahmen der Raumsonde Solar Orbiter sind wir der Sonne jetzt ein Stück näher. Naja, zumindest gefühlt.

Der Sonne so nah

Anfang Februar hatte die Europäische Raumfahrtagentur Esa die Sonde Solar Orbiter von Cape Canaveral in Florida gestartet. Mit an Bord: zehn wissenschaftliche Instrumente und sechs Teleskope, die Aufnahmen von der Sonne aus nächster Nähe liefern sollen.

Jetzt hat die Esa erste Bilder der Sonne präsentiert. Geschossen wurden die Bilder auf halber Strecke zwischen Erde und Sonne, also in über 70 Millionen Kilometer Entfernung zu uns Menschen. Die neusten Aufnahmen zeigen eine große Zahl winziger Sonneneruptionen an der Oberfläche der Sonne. Wissenschaftler*innen nennen die Mini-Eruptionen auch Lagerfeuer.

Der Solar Orbiter konnte die Sonne in verschiedenen Wellenlängen fotografieren. Zu erkennen sind neben der extrem heißen und äußersten Schicht namens Korona, auch die mittlere und die niedrigste Schicht der Sonnenatmosphäre.

Die Aufzeichnungen des Solar Orbiters sind in einem Video der Esa zusammengefasst. Allein aus diesen Aufnahmen konnten die Wissenschaftler*innen neue Erkenntnisse ziehen: Die Mini-Eruptionen treten häufiger auf als gedacht und könnten der Grund für die hohen Temperaturen der Sonnenkorona sein. Aber das sind erstmal nur Theorien.

Die Raumsonde wird hoffentlich bald mehr Erkenntnisse bringen. Anfang 2022 soll sie sich der Sonne so weit wie möglich nähern: ziemlich genau 48 Millionen Kilometer.


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