Mobilitätswende: Hamburg macht den Jungfernstieg zur autofreien Zone

Was nervt an Innenstädten am meisten? Der Verkehr. Jetzt geht die Stadt Hamburg mit leuchtendem Beispiel voran und macht mit dem Jungfernstieg aus einer der beliebtesten Straßen eine weitestgehend autofreie Zone. Lediglich Busse, Lieferwagen und Taxen dürfen ab Oktober auf der Straße rollen, die dann von Radfahrer*innen beherrscht wird. Fußgänger*innen freuen sich über mehr Platz, weil der einstige Radweg jetzt ihnen gehört.

Warum fiel die Wahl gerade auf diese Zone im Herzen der Stadt? Verkehrssenator Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt es gegenüber Hamburg.de so: „Durch die weitgehende Herausnahme des Autoverkehrs aus dem Jungfernstieg werten wir diesen zentralen Ort Hamburgs insgesamt auf: Wir sorgen für eine verbesserte Situation für Fuß-, Rad- und Busverkehr, für mehr Verkehrssicherheit sowie für weniger Lärm und Abgase.“ Außerdem soll es mehr Bepflanzungen geben.

So könnte der Jungfernstieg bald aussehen (Foto: © moka-studio 2019)

Umgebaut wird erst ab Herbst 2021, um den von der Coronakrise sowieso schon belasteten Einzelhandel nicht gleich mit einer Baustelle vor der Ladentür zusätzlich zu belasten. Das Konzept dafür wird noch mit den Ladenbesitzer*innen und Anlieger*innen erarbeitet.

Autofreie Innenstädte könnten ein gutes Konzept für die Zukunft sein. London hatte Mitte Mai verkündet, das Finanzviertel der Metropole zur weltweit größten autofreien Zone in einer Hauptstadt machen zu wollen. Von 7:00 bis 19:00 Uhr werden dort Fahrbahnen für Autos gesperrt und dafür Radfahrer*innen genügend Platz einberaumt. Und auch in Berlin wird die beliebte Friedrichstraße ab dem 29. August autofrei.


Business Punk Redaktion

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.

Zum Autor

Das können wir Dir auch empfehlen

placeholder
placeholder
placeholder