Wacken 2020 war ein Mixed-Reality-Festival und Millionen von Metalfans feierten mit

Dieses Jahr kein Bestandteil des Sommers: Festivals. Wegen Corona, natürlich. Die Veranstalter*innen des legendären Metalfestivals Wacken Open Air in Schleswig-Holstein hatten aber offensichtlich keine Lust, sich die Laune von der Pandemie verderben zu lassen und feierten trotzdem – virtuell.

Das nach eigenen Angaben „weltweit erste Mixed-Realiy-Festival“ fand vergangenes Wochenende vom 29. Juli bis 1. August statt. Beim Wacken World Wide spielten Bands wie Heaven Shall Burn, Kreator oder Anthrax, deren Shows im „MagentaMusik 360“-Livestream übertragen wurden. Insgesamt zählte man elf Millionen Live-Content-Views. Zu einem „echten“ Wacken strömen sonst immer 85.000 Besucher*innen.

Es reichte den Veranstalter*innen nicht, die Bands im sterilen Studio auftreten zu lassen und diesen Auftritt dann eben live zu streamen. Das haben wir in den letzten Monaten wirklich zu oft gesehen. Beim Wacken standen die Musiker*innen zwar in einem Studio, allerdings auf einer sogenannten XR-Stage. Dadurch, dass sowohl die Rückwand als auch der Boden aus LEDs bestand und dann in Echtzeit 3D-Modelle generiert wurden, konnte die Wacken-Doppelbühne virtuell nachgebaut werden.

Die Bands performten also auf einer Studiobühne, die sich auf Knopfdruck in eine Festivalbühne verwandelte. Um das Publikum noch weiter mit einzubeziehen, wurde das ganze Festivalgelände ins Virtuelle verfrachtet (inklusive headbangender Kühe).

Der riesige Aufwand hat sich gelohnt. Dieses erste Wacken World Wide war „wahnsinnig schön“, wie Wacken-Mitgründer Thomas Jensen resümierte.


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