Magic Mushrooms als Doping oder Medizin? Berkeley eröffnet psychedelisches Forschungszentrum

Die Universität der kalifornischen Stadt Berkeley eröffnet ihr erstes psychedelisches Forschungszentrum. Das Institut erforscht die Wirkung von Halluzinogenen auf das menschliche Gehirn.

Für den Anfang konzentriert sich das Zentrum auf die Forschung an Psilocybin, dem Hauptwirkstoff in Magic Mushrooms. Finanziert werden die Studien durch eine anonyme Spende über 1,25 Millionen Dollar. Dabei wollen die Forscher*innen in Berkeley an Ergebnisse anderer Zentren anknüpfen, wie beispielsweise dem Institut der John-Hopkins-Universität.

Dort setzen Wissenschaftler*innen Psilocybin bereits in klinischen Studien zur Bekämpfung von Depressionen, Angststörungen oder Drogenmissbrauch ein.

Die Mitarbeiter*innen des Zentrums in Berkeley konzentrieren sich allerdings auf die Wirkung des Halluzinogens auf gesunde Menschen. Der Autor des Bestsellers „Verändere dein Bewusstsein: Was uns die neue Psychedelik-Forschung über Sucht, Depression, Todesfurcht und Transzendenz lehrt“ und Zentrum-Gründungsmitglied Michael Pollan erklärt: „Wir sind sehr daran interessiert, was uns Psychedelika über Bewusstsein, Wahrnehmung, Kreativität und Lernfähigkeit lehren können“.

Das Institut ist also vor allem auf der Suche nach gesunden Studienteilnehmer*innen, die bereit sind, sich bei ihren nächsten Pilztrips von Wissenschaftler*innen beobachten und untersuchen zu lassen.

Um die freiwilligen Teilnehmer*innen auch passend betreuen zu können, will das Zentrum ein Lernprogramm über Psychedelika und Spiritualität entwicklen. Damit sollen dann Betreuer*innen ausgebildet werden, die die Studienteilnehmer*innen auf ihren Trips begleiten.


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