Selbstbewusstes Marketing: Burger King bewirbt sich um einen Michelin-Stern

Wer an einen Michelin-Stern denkt, assoziiert damit wahrscheinlich teures Essen in viel zu kleinen Portionen gepaart mit nervraubendem Knigge-Verhalten. In welcher Reihenfolge wird nochmal das Besteck genutzt? Wo lege ich meinen Ellenbogen ab, ohne unangenehm aufzufallen? Was zur Hölle ist eine Amuse Bouche?

Doch wenn es nach Kevin Deryck, CEO von Burger King Belgien, geht, könnten auch Fans der Fast-Food-Kette bald schon in den Genuss einer Michelin-Mahlzeit kommen. Dabei müssten sie sich außerdem weder an Knigge noch sonst irgendwelche Gepflogenheiten der High-Society halten.

In verschiedenen Zeitschriften wurde ein offener Brief des CEOs als Anzeige geschalten. Darin fordert der CEO den Michelin-Guide auf, ihre neueste Burger-Kreation namens „Master Burger“ mit Angus-Beef-Patty zu probieren und ihr einen Michelin-Stern zu verleihen.

(Credits: Burger King Belgien)

„Wie viele Orte gibt es in Ihrem kleinen roten Buch, an denen außergewöhnliche Gerichte serviert werden, die in fünf Minuten auf dem Tisch liegen und für die Sie nicht drei Monate im Voraus buchen müssen?“, fügt Kevin Deryck etwas provokant ans Ende seines offenen Briefes hinzu.

Seine Strategie geht auf, mittlerweile soll der Michelin-Guide einen Inspektor vorbeigeschickt haben. Ob der „Master Burger“ auch einer Michelin-Auszeichnung würdig ist, steht allerdings noch in den Sternen.


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