Trefferquote von fast 100 Prozent – am Flughafen in Helsinki erschnüffeln Hunde Corona-Infizierte

Der Flughafen in Helsinki setzt in einem aktuellen Test auf vier Hunde, um COVID-19-Infektionen bei Reisenden aufzuspüren. Innerhalb von zehn Sekunden sollen die Vierbeiner das Virus aufspüren können, sodass der ganze Prozess nicht länger als eine Minute dauert. Die Rasse der Schnüffler spiele dabei keine entscheidende Rolle – eine gute Nase und Leidenschaft „für den Beruf“ seien ausschlaggebend.

Hunde riechen 10.000 bis 100.000 mal besser als wir Menschen und können somit nicht nur Drogen, Geld und Sprengstoff riechen, sondern auch Krankheiten wie Krebs oder Diabetes. Von Krebs betroffene Hundebesitzer*innen erzählen, dass ihre Haustiere lange vor der Diagnose mit ihrer Nase die betroffenen Körperteile angestupst oder extrem lange dort herumgeschnüffelt hätten.

Am Flughafen bekommen die Hunde Tücher vorgelegt, mit denen die Reisenden zuvor über ihre Haut gewischt haben. Schlägt ein Hund an, so wird der Fluggast aufgefordert, einen kostenlosen PCR-Test zu machen, um den Verdacht zu bestätigen. Ersten Berichten zufolge liegt die Trefferquote bei fast 100 Prozent. Bei vielen wurde das Virus entdeckt, Tage bevor Symptome auftraten.

Der Prozess ist vielversprechend. Wenn der Test in Helsinki gute Ergebnisse liefert, könnten die Schnüffelhunde auch an anderen Orten wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, oder bei größeren Veranstaltungen eingesetzt werden. Gehört also vielleicht bald zu jedem Hygienekonzept ein Hund?

Der YouTube-Nutzer TellyToby710 hat Bedenken: „ […] then the DOG can get the virus and then SPREAD it to other people !! – – i heard animals can get it and spread it to humans – – ….if this is NOT true….well then it is a GREAT idea !!“

Doch TellyToby710 scheint einer Falschinformation aufgesessen zu sein. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit informiert: „Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen.“

Auch die Ansteckung von Hunden durch an COVID-19 erkrankten Personen sei bis dato „epidemiologisch nicht relevant“, so das Institut. Erst bei fünf Hunden sei das Virus nachgewiesen worden, alle überlebten. Also dann wohl doch: eine ziemlich gute Idee!

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