Wegen eines fraglichen Investors: Oatly-Fans gehen auf die Barrikaden

Das schwedische Unternehmen Oatly erfreut sich mit den eigenen Hafermilchprodukten an immer mehr Beliebtheit und übersteigt mittlerweile einen Marktwert von zwei Milliarden Dollar. Oatly steht für Nachhaltigkeit und setzt sich gegen herkömmliche Kuhmilch, sowie die damit verbundene Ausbeutung der Tier- und Pflanzenwelt ein.

Aus diesen Gründen greifen vor allem konsumbewusste Kund*innen auf die verschiedenen Produkte von Oatly zurück. Nun gehen allerdings viele Oatly-Anhänger*innen auf die Barrikaden. Sie werfen dem Unternehmen vor, die eigenen Werte verkauft zu haben, als sie Blackstone Growth als 200-Millionen-Dollar-Investor akzeptiert haben.

Diese US-Firma unterstützt mit ihren Geldern auch den Sojaanbau in Brasilien und damit die Abholzung des Regenwaldes. Außerdem soll einer der Mitgründer Blackstones ein enger Vertrauter Trumps sein und war 2017 Vorsitzender des Wirtschaftsrat des Präsidenten.

Auf Twitter bezieht das Unternehmen Stellung zu den Vorwürfen. Oatly weist darauf hin, dass diese Investition ansonsten anderen Unternehmen gegolten hätte, die weniger auf Nachhaltigkeit und Umwelt achten.

Durch die große Finanzspritze könne Oatly außerdem zu einem größeren Player werden, schneller die eigenen Ziele erreichen und so einen noch größeren Einfluss auf die Branche nehmen. Die Nutzer*innen auf Twitter scheinen diese Argumente allerdings wenig zu überzeugen.


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