Random & Fun Besondere Held*innen? Jan Böhmermann zeigt Antwortvideos zur Kampagne der Bundesregierung

Besondere Held*innen? Jan Böhmermann zeigt Antwortvideos zur Kampagne der Bundesregierung

Die #BesondereHelden-Kamapgne der Bundesregierung muss weiterhin Kritik einstecken. Zuhause bleiben, Chicken Wings und Cola in sich reinkippen, Netflix durchgucken – das macht Menschen also zu Held*innen?

In den sozialen Netzwerken ärgerten sich bereits zahlreiche Nutzer*innen über die Message, jetzt reiht sich auch Satiriker Jan Böhmermann bei den Kritiker*innen ein.

Nur wenige Tage nach Erscheinen der Clips der Bundesregierung veröffentlichte das „ZDF Magazin Royale“ zwei eigene Kurzvideos. Und die haben es in sich.

„Damals flohen jeden Tag Menschen übers Mittelmeer, aus Afrika oder dem Nahen Osten. Viele sind dabei ertrunken. Also nahmen wir all unseren Mut zusammen und taten, was von uns erwartet wurde. Das einzig Richtige. Wir taten: nichts.“

Das erzählt Max Lehmann aus Chemnitz. Wie auch in den Originalvideos erinnert er sich in der „Opa erzählt vom Krieg“-Logik an den Winter 2020. Hier geht es jedoch nicht um die Corona-Pandemie, sondern die Lage der Geflüchteten im Mittelmeer. Max müsse darüber schmunzeln, dass diese „Wirtschaftsflüchtlinge“ täglich ertranken.

Diese Selbstgefälligkeit schmerzt beim Ansehen und das soll sie auch. Zuhause bleiben, das kann in der Pandemie Leben retten. Tatenlos zuzusehen, wie im Mittelmeer Menschen sterben, macht jedoch niemanden zu „Held*innen“, so der Vorwurf.

Wenn Nichtstun zum Mitmachen wird

Im zweiten Clip erzählt Tobi Schneider aus Bochum von seiner rechten Polizei-Whatsapp-Gruppe: „Nazis konnten Polizisten sein – und umgekehrt.“ Eine Anspielung auf die rechtsextremen Netzwerke innerhalb Polizei und Bundeswehr, die in den vergangenen Jahren immer wieder aufgedeckt wurden.

„Es war leicht, ein Held zu sein“, sagt Tobi und macht einen kleinen Seitenblick direkt in die Kamera. Ein Blick, der möglichweise zeigen soll, wie unantastbar sich manche Polizist*innen fühlen – oder der die Zuschauenden dazu animieren soll, etwas dagegen zu unternehmen.

Immerhin ist das ein weiteres gesellschaftliches Problem, bei dem Nichtstun sicher nicht die beste Taktik ist.

Man muss inhaltlich nicht komplett mit den beiden Videos übereinstimmen. Der „ZDF Magazin Royale“-Redaktion gebühren aber fette Props dafür, in nur wenigen Tage nach den Originalvideos so stilsicher und auf den Punkt zurückschießen.

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