Expertin rät: Wer den Kaffee schwarz trinkt, lebt gesünder

Viele von uns können sich ein Leben ohne Kaffee nicht vorstellen. Kein Wunder, immerhin bringt er uns meisten auch aus dem tiefsten Motivationsloch heraus, um auf der Arbeit nochmal volle Power zu geben.

Dabei gibt es eine Menge unterschiedliche Kaffeeformen und Arten, das schwarze Glück zu konsumieren.

Wir haben uns mit Carol Fula über die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee unterhalten. Sie ist Ernährungswissenschaftlerin und gibt uns fünf Tipps für einen gesunden Konsum.

#1 Kaffee-Pausen einhalten

Wer regelmäßig Kaffee trinkt, wird das Phänomen kennen: Irgendwann reichen zwei Tassen am Morgen nicht mehr aus. Um so richtig in Gang zu kommen, braucht es dann drei, vier oder mehr Tassen, denn unser Körper gewöhnt sich an den Wachmach-Effekt von Koffein.

Damit ihr wieder schneller wach werdet, rät Frau Fula zu einer regelmäßigen Kaffee-Pause von sieben Tagen. Vor allem bei Sportler*innen habe sich diese Methode in Studien bewährt.

Wer gar nicht auf den Geschmack von Kaffee verzichten kann, könne auf koffeinfreien Kaffee ausweichen, so Carol Fula.

#2 Den Kaffee richtig lagern

Klar, so ein Kaffeevollautomat ist ganz schön bequem. Einmal die Bohnen aufgefüllt, kann man tagelang gemütlich auf Knopfdruck seinen Kaffee trinken.

Doch sobald die Bohnen nicht mehr richtig verpackt sind, büßt der Kaffee an gesunder Wirkung ein. Die enthaltenen Antioxidantien und Polyphenole gehen verloren.

Man könne sich das laut Fula wie bei gutem Olivenöl vorstellen, das wird auch in dunklen Flaschen gelagert, damit die Inhaltsstoffe nicht verflüchtigen.

„Studien untersuchen mittlerweile immer mehr die Wirkung von Polyphenole, weil sie sehr gute Effekte [für die Gesundheit] haben sollen“, erklärt Carol.

In einigen Studien soll ihnen ein positiver Effekt für unsere Leber nachgewiesen worden sein. Auch das Risiko für schwere Depressionen könne durch Kaffee trinken laut Studien gesenkt werden.

#3 Den Kaffee immer schwarz trinken

Bad News für alle, die ihren Kaffee gerne mit Milch verfeinern: In den Studien werde immer nur schwarzer Kaffee untersucht. Am besten sei es „den Kaffee in seiner Reinform zu trinken“.

Bei Zucker sei die ganze Sache sogar noch eindeutiger, denn „Studien haben herausgefunden, dass dir Kaffee mit Zucker keine der genannten gesundheitlichen Vorteile bringt“, so die Ernährungswissenschaftlerin.

#4 Kaffee mit einer Chemex-Karaffe brühen

Damit im Brühprozess so wenig Inhaltstoffe wie möglich verloren gehen, solltet ihr auf den guten alten Filterkaffee zurückgreifen. Durch das Filtrieren gingen weniger Polyphenole und Antioxidantien verloren als beispielsweise bei Vollautomaten.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, solle die Bohnen außerdem direkt vor dem Aufbrühen mahlen.

Die Art der Filtermaschine spielt laut Carol auch eine Rolle: „Am besten bereitet man seinen Kaffee in einer Chemex-Karaffe zu“. Das ist eine besondere Art der Filtermaschine und kann in vielen Kaffeegeschäften erworben werden.

#5 Die Dosis macht das Gift

Wie bei den meisten Lebensmitteln gilt auch bei Kaffee: Die Dosis macht das Gift. „Man spricht von vier bis fünf Tassen pro Tag, um die vorher erwähnten gesundheitlichen Vorteile zu haben. Bei mehr Tassen gibt es keine zusätzlichen Vorteile“, so Carol. Außerdem „hemmt [Kaffee] die Aufnahme von einigen Vitaminen und wichtigen Mineralien wie Eisen und Kalzium“.

Zudem sinke der Serotoninspiegel, der für einen erholsamen Schlaf von Bedeutung sei.


Michael Gnahm

Michael studiert Marketingkommunikation, weil er es mit klassischen Studiengängen wie Wirtschaftswissenschaften einfach nicht so hat. In den Journalismus ist er zufällig reingestolpert und mittlerweile voll in Love. In seiner Freizeit hört er gerne musikalische Kunstwerke aus dem Bereich des deutschen Sprechgesangs. Also komm ins Café, wir müssen reden!

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