Life & Style Tempo, Tesa und Co: Zehn Deonyme aus unserem Sprachgebrauch

Tempo, Tesa und Co: Zehn Deonyme aus unserem Sprachgebrauch

Wenn wir von Tempos, Tupperwaren oder Tesafilm sprechen, meinen wir nicht zwingend genau diese Markenprodukte. Denn sie funktionieren in unserem Sprachgebrauch als Synonyme für ihre Gattungsnamen. Tritt dieses Phänomen auf, sprechen wir von einem Deonym. Aber wie entstehen Deonyme überhaupt? Wie erfolgreich muss eine Marke sein, bis sie als solches gewertet wird?

Es beginnt eigentlich schon mit der Entstehung des Produktes. Die Voraussetzung: Das Produkt, das in den Markt eingeführt wird, ist markenrechtlich geschützt und hat keine große Konkurrenz. Nur dann kann sich der Markenname so weit durchsetzen, dass er bei seinen Konsument:innen hängen bleibt und im Sprachgebrauch immer gängiger wird.

Vor allem Alltagsprodukte schaffen den Weg zum Deonym recht schnell. Klar, es sind nun mal Produkte, die wir Menschen ständig gebrauchen, bei uns tragen oder über die wir uns regelmäßig unterhalten. Hier sind zehn gängige Deonyme, die jede:r kennt:

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„Hast du mal ein Tempo für mich?“ Kommt diese Frage, wird ein Taschentuch verlangt. Doch nicht zwingend ein Tempo-Taschentuch. Eingeführt wurde das Tempo schon 1929, heute ist der Markenname ein selbstverständlicher Gattungsname.
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In keinem Office darf Tesa fehlen. Genaugenommen dürfen keine Klebestreifen fehlen – Es muss ja kein Tesa sein. Und doch reden wir alle immer nur von Tesa. Da hat sich die Tochterfirma der Beiersdorf AG eben durchgesetzt.
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Das US-amerikanische Unternehmen Tupperware wurde 1946 gegründet. Seitdem sind die Brotdosen aus Kunststoff in keinem deutschen Haushalt wegzudenken. In einigen Küchen finden sogar regelmäßig Tupper-Partys statt.
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Wenn man etwas „googlet“ meint man eigentlich nur, dass man im Internet nach etwas sucht. Das muss nicht zwingend über Google passieren. Doch die meistbesuchte Website der Welt ist einfach nicht mehr aus unserem virtuellen Leben wegzudenken.
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Will man seinen Kolleg:innen ganz oldschool etwas präsentieren, braucht man ein White Board oder ein Plakat und einen Marker oder Filzstift. Die meisten werden jedoch „Edding“ sagen. Auch diese Marke hat sich als Deonym in unserem Sprachgebrauch durchgesetzt.
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Das klassische Synonym für Einweg-Windel lautet „Pampers“. Die beliebte Marke ist Teil des Konsumgüter-Riesen Procter & Gamble.
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Bei trockenen Lippen hilft nur eins: Lippenpflege! Aber auch hier spricht man im Alltag eher vom Synonym „Labello“. Genau wie Tesa gehört die Marke zur Beiersdorf AG.
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Der Knirps ist der kleine Regenschirm to Go. Auch er hat sich als Deonym in unserem Sprachgebrauch durchgesetzt. Knirps ist seit 1928 weltweit markenrechtlich geschützt.
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Der „Uhu“ gilt als Alleskleber. Aber es gibt auch andere Kleber, die genauso stark halten. Nur hat sich der Uhu-Stick blitzschnell als Gattungsname in unsere Alltagssprache integriert.
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Fruchtgummis zählen zu den beliebtesten Süßigkeiten. Vor allem die „Haribos“ von der Haribo-Holding GmbH & Co. KG sind der Renner bei Kids. Oft werden die Haribos als Synonym für jegliche Art von Fruchtgummi verwendet.

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