Life & Style Erfolgsrezepte: Warum die Digi-Plattform Kitchen Stories immer weiter wächst

Erfolgsrezepte: Warum die Digi-Plattform Kitchen Stories immer weiter wächst

Trotz des enormen Erfolgs in den letzten sieben Jahren macht Kitchen Stories heute immer noch keinen Gewinn über die Mitglieder. Das Unternehmen monetarisiert sich hauptsächlich durch Werbepartner:innen und andere Kooperationen und investiert alles in das Wachstum der Plattform und zukunftsorientierte Projekte. So arbeitet man konstant an der Oberfläche der kostenlosen App, um sie frisch und ansprechend zu halten: hoch aufgelöste Fotos und Videos, professionelle Nahaufnahmen von Gerichten und moderne, comicartige Skizzen.

Alles für die Community

„Bei uns heißt es Design first“, sagt Alexander Bauer. Er ist seit September 2020 COO von Kitchen Stories. „Was uns auszeichnet, ist der Dreiklang aus Rezepten für jeden Tag, innovativer Technologie und einer internationalen Community“, sagt Gao. „Menschen tendieren dazu, immer das Gleiche zu essen. Wir schauen, wo die Cooking-Comfort-Zone unserer Nutzer:innen liegt, und überlegen, welche neuen Rezepte wir kreieren, die sie dann auch wirklich ausprobieren wollen.“

Die Plattform versucht also, allen Hobbyköch:innen die Rezepte zu liefern, die zu ihnen passen und mit denen sie weder unter- noch überfordert sind. Fast wie ein Personal Trainer für Kochskills.

„Die App ist auf die Nutzer:innenperspektive ausgerichtet. Wenn du die App öffnest, landest du ganz schnell da, wo du hinwillst“, sagt Bauer. Wollen die Nutzer:innen ein eigenes Rezept erstellen, werden Inhalt und Aufbereitung von Kitchen Stories überprüft. „Content, der bei uns auf der Plattform veröffentlicht wird, wird von uns kuratiert“, sagt Bauer. So soll die Qualität gewahrt bleiben, nicht jedes Rezept bekommt Sichtbarkeit.

In der App können die Nutzer:innen Rezepte kommentieren und sich austauschen. „Der Communitygedanke, vor allem auch international, hat in den letzten Jahren noch mal voll an Fahrt aufgenommen“, sagt Gao. Dieser Gedanke macht sich auch in anderen Communitys bemerkbar. Wie zum Beispiel in der Cooking-Community der „New York Times“, für die 14 Mitarbeiter:innen zuständig sind. Doch wer gehört zur Kitchen-Stories-Community?

„Mittlerweile erreicht auch unsere Homepage Millionen Nutzer:innen jeden Monat“

„Unsere Nutzer:innen sitzen auf der ganzen Welt und sind meist zwischen 28 und 35 Jahre alt“, sagt Bauer. „Viele haben schon Kinder und wollen nicht nur kochen, sondern müssen es auch“, ergänzt Gao. Nicht nur die Community in der App wächst. Ebenfalls interessant ist ein anderer Trend – nämlich der zur Desktop-Website, die mehr und mehr Menschen nutzen: „Insbesondere in den letzten drei Jahren haben wir unsere Website gestärkt. 2018 waren wir noch mobile first, mittlerweile erreicht auch unsere Homepage Millionen Nutzer:innen jeden Monat“, sagt Gao.

Dass es insgesamt immer mehr Nutzer:innen werden, hat Kitchen Stories seit letztem Jahr sicher auch den Maßnahmen in der Pandemie zu verdanken. Allein im ersten Lockdown 2020 wurde die App eine Million Mal heruntergeladen.

„Der Lockdown hat natürlich dazu geführt, dass noch nie so viele Menschen wie zuvor gekocht haben. Es wurden viel mehr Rezepte ausprobiert und mehr Wochenendprojekte angegangen“, sagt Gao. „Wir setzen nicht auf plakative Werbung, sondern versuchen ständig, spannende Kund:innen zu gewinnen, mit denen wir dann gemeinsam neue Projekte ausarbeiten“, sagt Bauer.

Mehr als 22 Millionen Downloads

Die Willenskraft der Gründerinnen vor acht Jahren hat sich ausgezahlt: Bis heute wurde die App in insgesamt 150 Ländern mehr als 22 Millionen Mal heruntergeladen. Das über 50-köpfige Team sitzt auf 1 400 Quadratmetern Bürofläche im Prenzlauer Berg und hat drei eigene Showküchen. Hubertz hat Kitchen Stories mittlerweile verlassen und kandidiert für die Trierer SPD für einen Platz im Bundestag.

Doch Gao hält die Stellung. Seit Anfang dieses Jahres ist die integrierte Smart-Home-Funktion in der App verfügbar. Mit der Funktion können die Nutzer:innen ihr smartes Küchengerät mit Kitchen Stories verbinden, um so das Kochen noch weiter zu vereinfachen. Auch für diese Funktion gibt es ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen – für die „absolute Gelingsicherheit“, wie Kitchen Stories es nennt.

Doch es geht noch smarter: Im Rahmen der „Future of Food“-Kampagne setzt Kitchen Stories gemeinsam mit Vodafone auf das erweiterte virtuelle Kocherlebnis durch Augmented Reality: Mit der App Giga AR von Vodafone wird das gewünschte Rezept von Kitchen Stories auf eine AR-Brille übertragen. Durch Blicksteuerung, die intuitiv passieren soll, hat man die Zubereitungshinweise während des gesamten Kochens vor Augen. Idee: Man soll nicht immer wieder zum Smartphone greifen. Der Digitalisierung der heimischen Küche steht also noch viel bevor.

Die ganze Story könnt ihr in Ausgabe 3/21 lesen. Wir haben außerdem mit Monolink gesprochen, über eine neue Pasta-Sorte berichtet und mehr über ein Gleitgel mit CBD erfahren. Im Dossier geht es um das Thema Nachhaltigkeit, wo es um Socken, E-Mobility und die Luftfahrtindustrie geht. Das Magazin bekommt ihr am Kiosk eures Vertrauens – oder wie immer hier im Aboshop.

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