Leadership & Karriere Finanzierung von 14 Millionen Euro: Food-Startup The Nu Company will weiter wachsen

Finanzierung von 14 Millionen Euro: Food-Startup The Nu Company will weiter wachsen

Mit zuckerreduzierten Schokoriegeln und Bio-Protein-Produkten will The Nu Company aus Leipzig die Lebensmittelbranche gesünder und nachhaltiger machen. Die Produkte gibt es bereits in gängigen Supermärkten und Drogerien zu kaufen. Aufgefallen ist das Food-Startup auch durch Kampagnen, in denen es mit Außenwerbung Ernährungsministerin Julia Klöckner provoziert oder auf den Fitnesswahn auf Instagram aufmerksam macht.

Jetzt hat sich The Nu Company in einer neuen Finanzierungsrunde 14 Millionen Euro gesichert, um die Produktpalette zu erweitern und das Team auszubauen. Unter den Investor:innen ist auch Nico Rosberg. Tina Müller, CEO von Douglas, unterstützt jetzt das Board of Directors. Christian Fenner, Co-Founder und CMO von The Nu Company hat uns ein paar Fragen zu der Finanzierung beantwortet:

Christian, 14 Millionen Euro in der Series-A-Finanzierung für ein Food-Startup: Kannst du die Summe in der Branche einordnen?

Für ein Food Startup in Deutschland ist das definitiv überdurchschnittlich. Die meisten Series-A-Runden in unserem Bereich liegen ungefähr zwischen zwei und sechs Millionen Euro.
 
Welche Produkte wollt ihr damit auf den Markt bringen?

Wir wollen alle unsere Produktlinien rund um leckere, vegane Convenience Produkte weiter ausbauen. Unsere Schokoladenmarke nucao wird am stärksten wachsen, aber auch unsere Proteinmarke numove bekommt Verstärkung.
 
Wie sieht ein erfolgreicher Pitch aus, um so viel Geld einzusammeln?

Entscheidend ist unsere größere Vision und unser wertegetriebener Ansatz. Wir wollen nicht den schnellen Exit, sondern einen wirklichen Unterschied in der Branche machen für nachhaltige und gesunde Produkte. Es geht also nicht nur um uns, sondern um unsere gesellschaftliche Verantwortung eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Der Schokoriegel ist dafür quasi ein Mittel zum Zweck. Außerdem hilft natürlich unser Proof-of-Concept der letzten fünf Jahre und unser über 80-köpfiges Team, inklusive eigener Produktentwicklung. Das gibt Investor:innen eine gewisse Sicherheit und Vertrauen für die Zukunft.

Wie gewinnt man prominente Investor:innen wie Nico Rosberg?

Nico Rosberg will Nachhaltigkeit in den Mainstream bringen – genau wie wir. Wir haben den Kontakt von anderen Investor:innen bekommen – danach war es ein Gespräch über gemeinsame Ziele. Daher lag eine Zusammenarbeit fast schon auf der Hand.

Was denkt ihr, hat die Investor:innen überzeugt?
Ich denke, der Fakt, dass wir kompromisslos an unserer Vision arbeiten und es ernst meinen mit den Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit. Integrität und Transparenz sind in der Startup-Welt einfach nicht selbstverständlich. Natürlich hilft auch ein Produkt, dass sich de fakto gut verkauft und ein starkes Wachstum über die letzten fünf Jahre.

Ihr habt euch Tina Müller, CEO von Douglas, mit ins Director-Board geholt: Was erhofft ihr euch davon? Welchen Input bringt sie mit, der für euch relevant ist?

Tina Müller hat Douglas in Sachen Digitalisierung auf den Kopf gestellt. Sie führt eine der erfolgreichsten Ecommerce Plattformen Europas und kann daher viel Erfahrung in den Bereichen D2C und Online Geschäftsmodell einbringen. Auch ihre Kontakte zu ihrem eigenen Team aber auch externen Expert:innen ist für uns super hilfreich.
 
Wie wollt ihr euch mit dem Geld weiterentwickeln? In welche Bereiche wird es noch fließen?

An erster Stelle steht das Team. Wir suchen viele Talente in allen Bereichen von Produktentwickler:innen über Online Marketer:innen bis hin zu Key Accountern:innen. Mit neuen Produkten und einer starken Distribution in Deutschland wollen wir dann die nächsten zwei Jahre verstärkt in Internationalisierung und digitale Geschäftsmodelle investieren. 

Das könnte dich auch interessieren

Business Punk und Statista präsentieren Deutschlands Top-PR-Agenturen Leadership & Karriere
Business Punk und Statista präsentieren Deutschlands Top-PR-Agenturen
Makers of Tomorrow: Bundesregierung startet Entrepreneurship-Programm Leadership & Karriere
Makers of Tomorrow: Bundesregierung startet Entrepreneurship-Programm
Kolumne: Warum Gründer*innen erwachsen werden müssen – und das weh tut Leadership & Karriere
Kolumne: Warum Gründer*innen erwachsen werden müssen – und das weh tut