Personal Finance Krypto für Dummies: Wer hat Bitcoins erfunden & was ist eine Blockchain?

Krypto für Dummies: Wer hat Bitcoins erfunden & was ist eine Blockchain?

Das Krypto-Game ist längst Teil der Startup- und Trading-Bubble. Dabei werfen jegliche Akteur:innen mit den wildesten Begriffen um sich. Und wer nicht als absoluter Idiot dastehen will, übernimmt diese Begriffe einfach, ohne eine Ahnung davon, was Blockchain und Co. überhaupt bedeuten.

Damit ihr euch auf Konferenzen und Business-Meetings zukünftig nicht als Krypto-Laie outen müsst, erklären wir euch die wichtigsten Fakten. Dafür haben wir 9elements-Gründer Sebastian Deutsch die banalsten Fragen zur Krypto-Welt gestellt. Gemeinsam mit Oliver Thylmann hostet Sebastian den Krypto-Podcast  “Die Crypto Nerd Show”. Hier sind seine Antworten:

Wer hat den Bitcoin erfunden?

Bitcoin wurde von Satoshi Nakamoto erstmals 2008 auf einer Mailinglist für Kryptographie-Spezialist:innen vorgestellt. Satoshi Nakamoto ist allerdings nur ein Pseudonym, denn die wahre Identität ist bis heute unbekannt.

Es muss sich also nicht zwangsläufig um eine Person handeln, sondern es könnte auch eine Gruppe von mehreren Leuten sein. Im Laufe der Zeit gab es viele Spekulationen, wer Satoshi Nakamoto sein könnte. Es gab Behauptungen von Informatiker Craig Wright, dass er Satoshi Nakamoto sei. Bewiesen ist die Identität bis heute nicht. Satoshi Nakamoto sendete seine letzte E-Mail im April 2011, in der er sagt, dass er sich jetzt anderen Projekten widme.

Wann ist der Bitcoin entwickelt worden?

Die Idee von Bitcoin wurde im Oktober 2008 erstmals in einem so genannten White Paper mit dem Titel “Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System” vorgestellt. Das White Paper spezifiziert in einer abstrakten Art und Weise die Funktionsweise von Bitcoin. Im Januar 2009 hat Satoshi Nakamoto dann die erste Referenzimplementierung von Bitcoin als Open-Source-Software veröffentlicht.

Wie kann man sich eine Blockchain vorstellen? 

Man kann sich die Blockchain wie eine riesiges, öffentliches und verteiltes Kassenbuch vorstellen, welches in der Lage ist, Finanztransaktionen zu speichern. Möchte jemand Bitcoin von einer Person zu einer anderen schicken, dann wird dazu eine Transaktion, ein neuer Eintrag in diesem Kassenbuch, generiert und, vereinfacht dargestellt, in der Blockchain veröffentlicht. Dabei werden solche Transaktionen nicht einzeln abgespeichert, sondern in Blöcken gruppiert.

Nun ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder einfach Blöcke mit Transaktionen zur Blockchain hinzufügen darf, denn das dürfen nur die sogenannten “Miner”. “Miner” sind spezielle Teilnehmer:innen des Netzwerks, die Transaktionen in Blöcken gruppieren und wenn sie es schaffen, ein mathematisches Rätsel, den so genannten Proof of Work (kurz PoW), zu lösen, diesen Block in die Blockchain hinzufügen dürfen.   

Welche Funktion haben Bitcoins & Kryptowährung allgemein?

Die Hauptfunktion von Bitcoin war zunächst, finanzielle Transaktionen zwischen zwei Teilnehmer:innen ohne zentralen Server abzubilden. Auf diese Weise lassen sich unzensierbare und pseudo-anonyme Transaktionen realisieren. Im Laufe der Zeit haben sich weitere Kryptowährungen etabliert, die noch weitere Funktionen haben:

Ethereum kann zum Beispiel neben Transaktionen noch Programmcodes (so genannte Smart Contracts) in der Blockchain speichern und auch auführen. Durch diese Fähigkeit wird die Ethereum-Blockchain zu einem riesigen Computer. 

Die ZCash-Blockchain fokussiert sich beispielsweise auf anonyme Transaktionen, um den Datenschutz für seine Nutzer:innen zu maximieren.

Es gibt noch etliche weitere Kryptowährungen und nicht alle sind revolutionär, beispielsweise ist der Dogecoin im Prinzip ein Fork von Litecoin, welches wiederum sehr stark an den Bitcoin angelehnt ist. Doch es wird stetig weiter geforscht und neue Anwendungsgebiete werden erschlossen.

Euch interessiert, welche Vorteile Bitcoin gegenüber Standard-Währungen hat und wie überhaupt der Wert von Bitcoins gebildet wird? Das lest ihr nächste Woche im zweiten Teil unserer „Krypto für Dummies“-Reihe.

Über Sebastian Deutsch

Sebastian Deutsch ist der Gründer von 9elements, einem Softwarestudio, welches sich auf die Implementierung von Webapplikationen spezialisiert hat. Sebastian Deutsch und Oliver Thylmann hosten seit über einem Jahr den Podcast “Die Crypto Nerd Show”, wo es um spannende und innovative Crypto Projekt z.B. im Bereich NFTs oder Decentralized Finance geht.

Das könnte dich auch interessieren

67 Interessent:innen pro Immobilie: So überhitzt ist der Markt in deutschen Städten Personal Finance
67 Interessent:innen pro Immobilie: So überhitzt ist der Markt in deutschen Städten
Dank Shiba Inu: Krypto-Investor:in macht aus 8.000 Dollar über 5 Milliarden Personal Finance
Dank Shiba Inu: Krypto-Investor:in macht aus 8.000 Dollar über 5 Milliarden
Millennials & Geldanlage: hoher Rebellionsbedarf Personal Finance
Millennials & Geldanlage: hoher Rebellionsbedarf