Life & Style Midnight Trains will Europa mit Design-Nachtzügen verbinden – 5 Fragen an den Mitgründer

Midnight Trains will Europa mit Design-Nachtzügen verbinden – 5 Fragen an den Mitgründer

Das französische Startup Midnight Trains möchte den Nachtzugmarkt in Europa neu aufrollen. 2024 sollen die ersten Züge fahren, Paris wird das erste Drehkreuz. Und eines Tages sollen die Strecken gar Schottland und Portugal erreichen. Wir haben mit Co-Founder Romain Payet gesprochen. Der ehemalige Banker gründete zuvor das Crowdfunding-Projekt KissKissBankBank, wie Midnight Trains gemeinsam mit Adrien Aumont.

Nachdem Sie bereits Erfahrung als Gründer haben, wieso ausgerechnet Nachtzüge?

Professionell habe ich mit Zügen bisher wenig zu tun gehabt. Aber wir glauben, dass Fliegen die furchtbarste Erfahrung der modernen Welt darstellt. Und es braucht auch aus Umweltgründen eine Alternative zum Flugzeug. Wir finden, dass nur Nachtzüge diese Lücke füllen können. Aber es sollen eben nicht die Nachtzüge sein, wie wir sie aus den Achtzigern kannten.

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Eine Karte der möglichen Strecken
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Romain Payet
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Adrien Aumont

Was wird anders sein?

Drei Dinge: Erstens, die Intimität. Wir glauben nicht, dass die Passagiere in der Zukunft Abteile mit Fremden teilen möchten. Zweitens geht es um Essen, und das heißt Bars und Restaurants. Von zwölf Stunden im Zug schlafen die Menschen sieben, in den restlichen fünf wollen sie unterhalten werden. Drittens die digitale Erfahrung. Das beste Beispiel ist Uber. Da ist alles auf deinem iPhone und du hast es in der Tasche. Bei längeren Reisen gibt es das noch nicht. Aber aus dieser digitalen Welt kommen wir selbst eben.

Auf Renderings sehen die Abteile richtig luxuriös aus.

Ja, Design ist auch sehr wichtig. Nur weil es ein Transportunternehmen ist, heißt es ja nicht, dass es nicht auch gut aussehen muss wie ein Hotel. Aber wir wollen nicht als Luxus-Anbieter gesehen werden, wegen dieser Renderings.

Stichwort Luxus. Was werden die Tickets kosten?

Wir haben ein Ziel: Wenn die Leute wirklich aufhören sollen zu fliegen, müssen wir auch beim Preis in den Wettbewerb mit den Fluglinien gehen. Und heute sind ja eigentlich alle Billiganbieter, auch Lufthansa. Da gibt es viele versteckte Kosten. Für das Gepäck, für die Anreise zum Flughafen und wenn man noch eine Übernachtung berechnet, die man mit dem Schlafwagen spart, dann ist das etwa der Preisrahmen.

Ich komme bei etwa 150 Euro an, wenn ich das schnell gegenrechne.

Das ist eine gute Rechnung. Aber einen genauen Preis kann ich noch nicht nennen, weil das von vielen Faktoren abhängt.

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