Random & Fun Riesige Werbeanzeige gegen Tesla in der NYT – Was steckt dahinter?

Riesige Werbeanzeige gegen Tesla in der NYT – Was steckt dahinter?

Werbung muss wirksam sein. Klar. Das dachte sich wohl auch Dan O’Dowd als er eine einseitige Anzeige in der New York Times gegen Tesla schaltete. Genauer: gegen die Software in Tesla-Autos, die autonomes Fahren ermöglicht. Die sei laut O’Dowd nämlich noch zu fehlerhaft. Das habe er mit seiner Initiative „The Dawn Project“ herausgefunden.

Wie? Indem Videos auf Youtube analysiert wurden, die von Fahrer:innen in selbstfahrenden Tesla-Autos aufgenommen wurden. Die Ergebnisse wurden in der Werbeanzeige abgedruckt. Die Vorwürfe sind nicht zimperlich: „Alle 36 Minuten begeht die Software von Tesla einen unbeabsichtigten Fehler, der, wenn nicht von einem Menschen korrigiert, wahrscheinlich zu einem Crash führt“. Unabhängig geprüft wurden sie nicht. Es ist Werbung, keine Wissenschaft.

Ah und ein Gewinnspiel gibt es auch noch: Wer ein weiteres Produkt eines Unternehmens aus der „Fortune 500“-Liste nennen kann, das alle acht Minuten einen Software-Fehler hat, kann 10.000 Dollar gewinnen.

Auf Twitter sorgt die Werbeanzeige in der New York Times für Diskussionen. Wer ist Dan O’Dowd und was ist das für ein Projekt? Klären wir auf. O’Dowd hat an der Caltech-Universität studiert. Er ist Softwareingenieur und Gründer von Green Hills Software, einem Unternehmen, das Betriebssysteme entwickelt. In seiner Selbstbeschreibung bezeichnet er sich als „führender Experte in der Entwicklung von Software, die nie versagt und nicht gehackt werden kann“. Ganz schön selbstbewusst.

Die Technologie von Green Hills Software wird ab 2022 von BMW genutzt. Die Motivation für die Anzeige dürfte geklärt sein. Allerdings gehört zu den Kunden von Green Hills nicht nur BMW, sondern etwa auch das amerikanische Militär.

Das Projekt soll generell fehlerhafte Software sichtbar machen. Und O’Dowds Geschäftsinteressen nutzen, muss man wohl annehmen.

Die Anzeige ist eine ganz klare Strategie von Negative Campaigning, bei der die Konkurrenz schlecht geredet wird. Sie ist in den USA gang und gäbe, erleben wir auch bei Wahlkämpfen um die Präsidentschaft.

Elon Musk äußert sich zu der Werbeanzeige auf seine eigene Art und Weise: mit einem Tweet:

Grundsätzlich ist es Medien selbst überlassen, welche Anzeigen sie schalten und welche nicht. Nicht immer sind sie förderlich fürs Image. Ob es förderlich fürs Image von Dan O’Dowd ist, dass er diese teure Anzeige schaltete?

Da haben wir unsere Zweifel. Ob seine eigene Software wirklich so gut ist, wie er selbst meint, vielleicht wäre das der Times mal eine Recherche wert.

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