Innovation & Future Ranking: 5 globale Megatrends, die deinen Flottenmanager in den Wahnsinn treiben werden

Ranking: 5 globale Megatrends, die deinen Flottenmanager in den Wahnsinn treiben werden

Die Welt ist im Wan–… kommt, das Satzende bekommt ihr selber hin. Alles, alles ändert sich, auch, wie wir hier gelernt haben, die Fuhrparks und Flotten von Unternehmen. Damit gemeint sind die kleinen Handwerksbetriebe mit ihren fünf Lieferwagen, der Pflegeservice mit 30 Funktionsfahrzeugen und der große Global Player, der seine Logistikflotte neu ausrichtet – und die weltweit Tausenden Unternehmen dazwischen.

Also erstens: Die ganze Fuhrpark-Branche ist bekanntlich im Umbruch. Und wir wissen zweitens, dass große Shifts in Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltige Veränderungen mit sich bringen – wir reden am liebsten von sogenannten „Megatrends“, weil es nach großem Blockbuster-Kinoplakat und Michael Bay als Regisseur klingt.

Wir haben aber auch drittens gelernt, dass Flottenmanagement in Unternehmen oft an Menschen hängenbleibt, die sich nicht schnell genug vor dieser Aufgabe drücken konnten. Daher lassen wir jetzt hier den ultimativen Crash aus 1, 2 und 3 passieren: Welche fünf dieser Megatrends werden demnächst diese armen Seelen malträtieren? Welche sind unumgänglich? Welche auch für Laien stemmbar? Welche werden den Kollegen mit absoluter Sicherheit in den Wahnsinn treiben?

So viel zum Setup. Hier nun die Methode: Wir schauen uns fünf Megatrends an, die unsere Homies vom Zukunftsinstitut ermittelt haben. Wir haben uns dabei auf die low-hanging fruits beschränkt und nicht alle zwölf Megatrends auf Fuhrpark-Change-Irrsinn geprüft. Aber wer noch Lust, Ausdauer und viel zu viel Zeit hat, kann unser Prinzip auch auf „Gender Shift“ und „Silver Society“ anwenden. (Es geht!)

Bei den gerankten Megatrends handelt es sich um „Individualisierung“, „Neo-Ökologie“, „Sicherheit“, „Konnektivität“ und „Urbanisierung“. Das ganze beurteilen wir nach einem streng wissenschaftlichen Prinzip, dem EHF (Expected Headache Factor).

Hey, wichtig: Wir machen uns über diese armen Menschen mit den Schlüsseln in der Schublade nicht lustig. Wir sorgen bloß für Transpahahaaa – sorry.

Nun gut, legen wir los:

1 / 5
Platz 5: Individualisierung
Zentrale Buzzwords: Hyperpersonalisierung, Identity Design, Selbstwirksamkeit ∞∞∞ O-Ton aus dem Flottenmanagement: „Individualisierung? Ich habe 2012 mein eigenes Mousepad mitgebracht, das nutze ich hier immer noch.“ ∞∞∞ Wertung: 1 von 5 Expected Headaches. ∞∞∞ Die Kollegen vom Fuhrpark erscheinen uns hier relativ sicher vor neu aufpoppenden Ansprüchen. Sicher, die Angebote im Bereich Mobilität werden auch hier zur Talent Retention oder fürs Hiring individueller gestaltet werden, und Tech lässt es zu: immer mehr lassen sich Produkte der individuellen Nutzerin anpassen. Aber ausbaden werden das wohl eher nicht die Verantwortlichen der Flotten, sondern andere Stellen.
Media Source: Aioni Haust Unsplash
2 / 5
Platz 4: Konnektivität
Zentrale Buzzwords: Internet of Things, Predictive Analytics, Human Machine Interaction, Big Data, Augmented Reality ∞∞∞ O-Ton aus dem Flottenmanagement: „Wir sind hier eh schon mittendrin, was willst du mir damit sagen?“ ∞∞∞ Wertung: 2 von 5 Expected Headaches ∞∞∞ Oh, das klingt alles megakomplex. Aber ist eben auch sehr naheliegend. Genau, jeder weiß, dass dieser Megatrend im Fuhrparkmanagement kommt bzw. schon da ist. Muss man also kein großes Theater machen. Bonuspunkt dafür, dass das Zusammenspiel von AR und Predictive Analytics die eine oder andere Kollegin aber sicherlich doch an den Rand der Kernschmelze bringen werden.
Media Source: Anh Nguyen Unsplash
3 / 5
Platz 3: Urbanisierung
Zentrale Buzzwords: 15-Minuten-Stadt, Global Cities, Responsive City, Vertical Villages ∞∞∞ O-Ton aus dem Flottenmanagement: „Ich wohne eh in Lichtenberg.“ ∞∞∞ Wertung: 3 von 5 Expected Headaches ∞∞∞ Wer jetzt noch klagt, dass die letzte Meile komplex sei und logistische Meisterleistungen erfordert, für den dürften die Herausforderungen der urbanen Landschaften von morgen 3D-Schach sein.
Media Source: Anthony Tran Unsplash
4 / 5
Platz 2: Neo-Ökologie
Zentrale Buzzwords: Dekarbonisierung, Green Tech, Globale Protestkultur, E-Mobilität, Post-Wachstum ∞∞∞ O-Ton aus dem Flottenmanagement: „Ich würde hier allen Teslas austeilen, haben wir aber nicht.“ ∞∞∞ Wertung: 4 von 5 Expected Headaches ∞∞∞ Hier wird es nochmal komplex, aber aus völlig anderen Gründen: Der Umstieg auf E-Mobilität scheint beschlossen, Haken dran. Aber das Feld geht sehr viel weiter und ist mit plötzlich aufkommenden Erwartungen aus einer nicht befriedbaren Protestbewegung konfrontiert. Hier lauert hohe Greenwashing-, Shitstorm- und Reputationsgefahr. Dafür aber wohl auch der vielleicht höchste Unterhaltungsfaktor für Unbeteiligte.
Media Source: Nikko Macaspac Unsplash
5 / 5
Platz 1: Sicherheit
Zentrale Buzzwords: Autonomes Fahren, Big Data, Cybercrime, Digital Literacy, Digital Reputation, Trust Technology, Touchless Tech, Privacy, Germophobia ∞∞∞ O-Ton aus dem Flottenmanagement: „Ich habe 32 Tage Urlaub im Jahr. Und ich nehme ihn so, dass der Kollege die angesetzten Schulungen zur DSGVO abbekommt.“ ∞∞∞ Wertung: 5 von 5 Expected Headaches ∞∞∞ Da ist er: the great big one, der Weiße Wal der Flottentransformation. Wer sich demnächst Lösungen für Fuhrparks zu Sicherheit vor Viren, DSGVO und Cybercrime gleichzeitig auseinandersetzen muss, hat an dieser Stelle keinen Spott mehr verdient. Sondern ehrliche Anerkennung. Und Trost: Kopf hoch!
Media Source: Nik Shuliahin Unsplash

Aber hier ist die Sache: Vielleicht alles gar nicht so schlimm. Wie wir bereits hier und in unseren letzten drei Ausgaben von Business Punk festgestellt haben, arbeiten derzeit die schlausten Logistik-Köpfe an der Lösung und Vereinfachung komplexer Change-Prozesse. Wir wollen nicht sagen, dass Umstellung auf E-Mobilität oder die Allerletzte Meile dank Tech Selbstläufer werden. Aber es gibt berechtigte Hoffnung.

Bis dahin: Seid nett zu den Kolleg:innen vom Flottenmanagement. Unser Service: Ihr könnt mit ihnen bonden, indem ihr euch gemeinsam über diesen Artikel empört. Nichts schweißt bekanntlich so zusammen wie der gemeinsame Feind. Gern geschehen!

Bis zum nächsten Mal!

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