Personal Finance Sparen mit Ansage: So verschaffst du dir einen Überblick über deine Finanzen

Sparen mit Ansage: So verschaffst du dir einen Überblick über deine Finanzen

Während man in der uruguayischen Pampa Kleinstbeträge easy-peasy mit der Karte zahlen kann, hält der Alman an seiner Liebe zum Bargeld fest. Der 2016 in Kleve gestartete Versuch, wenigstens das Kupfergeld loszuwerden, ist kläglich gescheitert. Gut also, dass die Corona-Pandemie dazwischen kam und uns das kontaktlose Bezahlen gelehrt hat. Was vielen dabei jedoch verloren geht, ist der Überblick über die Finanzen.  Ob TikTok-Trend oder 60 Prozent Lösung: Wir haben Tipps für Jung und Alt zusammengetragen, um das eigene Geld zu strukturieren. Wer sich der eigenen Fixkosten bewusst ist, kann so gezielter sparen. 

Hier die Top 10 für Sparfüchse.

  1. Das Haushaltsbuch. Der Klassiker der privaten Finanzplanung. Führe dir vor Augen, was du im Monat so raushaust, wo du mal kürzer treten solltest oder dir mehr gönnen könntest. Einfach alles digital oder händisch runterschreiben. Einzelne Ausgaben in notwendig, angenehm und überflüssig einteilen und bewusst Prios setzen! Viele Banking Apps bietet mittlerweile Einnahmen-Ausgaben-Übersichten und den direkten Export der aggregierten Kontoumsätze an.
  2. Die 60/40-Regel. Feste, monatliche Ausgaben wie Miete, Kreditkarten und laufenden Fixkosten sollten nicht mehr als 60 Prozent der Gesamtausgaben betragen, 40 Prozent bleiben für deine täglichen, veränderlichen Ausgaben. Ist zu viel des Einkommens fest eingeplant, kommt man schnell ins Straucheln. Pro-Tip: Die 40 Prozent durch 4 teilen und schauen, welches Wochenbudget dabei für dich rauskommt. Alternativ: 50 (Fix) – 30 (Vergnügen) – 20 (Sparen)
  3. Die eiserne Reserve. Der Kühlschrank gibt den Geist auf, ein steiniger Störenfried im neuen Reifen, es führt kein Weg um einen Zahnersatz herum. Oft passieren Dinge, die so gar nicht einkalkuliert waren. Setzt euch einen finanziellen Puffer, welchen ihr monatlich auf ein Unterkonto überweist, der bei genau diesen unvorhersehbaren Fällen seinen Einsatz findet.
  4. Das Drüber-Schlafen. Ist der neue Laptop wirklich von Nöten? Muss es das Sideboard vom Designer sein? Frage dich bei größeren Anschaffungen, wie lange du dafür arbeiten musst und ob du es dir wirklich leisten kannst – und willst. Ab in die Falle und drüber schlafen! Denn morgen sieht die Welt anders aus. Und vielleicht auch deine Kauflust. Das gilt übrigens auch im Laden: Spontankäufe führen oft zur Retoure-Laziness. Lieber reservieren, Spaziergang machen und schauen, ob dich dein Weg zurück ins Geschäft führt oder doch nach Hause.
  5. Die große Jahresvorschau. Oftmals lässt sich schon im Januar einschätzen, wann die dicken Batzen auf einen zukommen. Urlaub im April, Balkon-Upgrade im Mai, Hochzeitseinladungen für August, Geburtstagsparty Ende Oktober. Mach einen groben Plan, wie hoch die größeren Ausgaben circa sein werden und calculate wisely in advance. Nur nicht direkt am Neujahrstag – da brummt der Kopf ja noch…
  6. Die heimische Spardose. Wer kennt´s nicht: Man zieht die Jacke drüber und findet einen Fünfer in der Tasche. Und er Hosentasche klimpern noch ein paar Münzen. Die Freundin steckt dir doch noch nen Zehner für die Falsche Crémant in die Hand. Ab in den Schlitz damit! Für die schnelle und unüberlegte Fütterung am besten in den Hausflur stellen.
  7. Das Prinzip Ordnung. Räume deine Finanzen optisch auf. Hast die in gut sortiertes Ordnersystem für alle wichtigen Dokumente? Öffnest du deine Rechnungen? Bekommst du Push-Nachrichten? Sortiere deine Dokumente nach Themen wie Versicherungen, Lohnunterlagen und Rechnungen. Dadurch bekommst du einen guten Überblick und weißt ad hoc, wo du welche Unterlagen hast.
  8. Der direkte Vergleich. Eine perfekte Beschäftigung für die kommenden kalten, langen Herbsttage: Verträge checken und Konditionen prüfen! Ist der Wechsel zu einer anderen Versicherung, Telefonanbieter oder Stromanbieter vielleicht sinnvoller und günstiger? Nimm dir Zeit, um und Angebote einzuholen und Energie-und Geldfresser zu ersetzen. So kann man definitiv einige Euro sparen.
  9. Die angenehme Trennung. Streaming-Dienst, Design-App oder Fitnessstudio-Membership. Man kann schnell den Überblick über all die Abos verlieren, die man im Laufe der Zeit abschließt, oft aber nur noch Förderbeiträg abstempeln kann. Nimmst du eine Leistung nicht mehr in Anspruch, kündige die Mitgliedschaft und bleib stark, wenn sie dich um den Finger wickeln wollen!
  10. Die vergessene Finanzfreund. Für die meisten Menschen nicht die schönste Freizeitbeschäftigung, dennoch aber sehr wichtig: Die Steuererklärung. Traust du es dir selbst nicht zu, kannst du auf eine der leicht bedienbare Apps zurückgreifen, Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein werden oder einen Steuerberater beauftragen. Der findet im besten Fall auch eine Grauzonen für deinen wohlverdienten Geldsegen!

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