Life & Style Die Herausforderungen der Remote-Arbeit: Generation Z ist von Einsamkeit betroffen

Die Herausforderungen der Remote-Arbeit: Generation Z ist von Einsamkeit betroffen

Die Pandemie ermöglichte eine neue Arbeitskultur, durch die noch immer viele Arbeitnehmende aus dem Homeoffice arbeiten. Das kann ein Vorteil sein, insbesondere für junge Generationen sogar eine Voraussetzung in der Jobwahl. Dabei sind sich viele Menschen nicht bewusst, wie herausfordernd das langfristige Arbeiten in den eigenen vier Wänden sein kann.

Untersuchungen zeigen, dass insbesondere junge Menschen, die in einer Zeit der Pandemie und Remote-Arbeit in die Arbeitswelt eintreten, mit einer Epidemie der Einsamkeit konfrontiert sind. Remote-Arbeit erschwert den Kontakt zu Arbeitskolleginnen und -kollegen und macht das Knüpfen neuer Kontakte schwieriger. Das legt ein aktueller Artikel des Business Insider nahe.

Die Generation Z scheint besonders stark von Einsamkeit im Zusammenhang mit Remote-Work betroffen zu sein. Während 79 Prozent dieser jungen Erwachsenen in einer Studie angaben, sich einsam zu fühlen, waren es bei den Senioren nur 41 Prozent. Für die Generation Z ist es schwieriger geworden, sinnvolle Beziehungen zu ihren Kolleginnen und Kollegen aufzubauen, obwohl solche entscheidend für die psychische Gesundheit und zukünftige Karriere sind. Zudem berichten junge Menschen, dass die Telearbeit Ängste verstärkt, die Arbeitsmoral mindert und berufliche Aufstiegschancen einschränkt. Einsamkeit kann dabei schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angstzustände.

Viele Arbeitnehmende der Generation Z, die nach wie vor im Homeoffice arbeiten, verspüren also den Wunsch nach sozialer Interaktion und ergreifen kreative Maßnahmen, um diese zu finden. Einige von ihnen ziehen in Cafés, Coworking Spaces oder Bibliotheken, um der Einsamkeit entgegenzuwirken.

Arbeiten von zu Hause aus hat also tiefgreifende Auswirkungen, sowohl auf die berufliche Laufbahn als auch auf die Work-Life-Balance. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden auffordern oder sogar verpflichten, regelmäßig ins Büro zurückzukehren, berichten von einem gesteigerten Selbstbewusstsein bei den Arbeitnehmenden der Generation Z.

Doch obwohl junge Mitarbeitende nach sozialer Interaktion suchen, sind sie in Bezug auf die vollständige Rückkehr ins Büro gespalten. Eine Umfrage ergab, dass 29 Prozent der Befragten die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice bevorzugen, während 29 Prozent lieber im Büro arbeiten.

Die Arbeitnehmenden der Gen Z schätzen also nach wie vor die Flexibilität, von zu Hause aus zu arbeiten, und betrachten das als entscheidenden Faktor bei der Jobwahl. Trotzdem sind Unternehmen angehalten, den jungen Menschen dabei zu helfen, starke zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz aufzubauen.

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